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Bundesumweltministerium fördert Geothermie-Projekt in Unterhaching

17.05.2003 - (idw) Geothermische Vereinigung e.V.

Das Bundesumweltministerium teilte heute mit, dass es den Bau und den Betrieb eines geothermischen Pilot-Kraftwerkes in Unterhaching bei München mit einem Betrag von 4,8 Mio. Euro fördern möchte.

Dazu Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Deutschland ist weltweit fuehrend beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben wir erstmals auch eine Verguetung von Strom aus Geothermie festgeschrieben. Im Zuge der geplanten Novellierung des Gesetzes werden wir die Bedingungen fuer die Erdwaermenutzung verbessern, da hier ein grosses Potenzial bislang noch zu wenig genutzt wird. Zugleich dient das Projekt in Unterhaching auch dem technologischen Fortschritt. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern verbessert auch die Chancen fuer den Technologietransfer in Laender mit vergleichbaren geologischen Bedingungen."

Das Kraftwerk wird von der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG errichtet. Damit verbunden ist die großtechnische Erprobung der Kalina-Technolgie. Kalina-Turbinen ermöglichen es, aus relativ geringen Temperaturen ab 100 °C zu wirtschaftlichen Bedingungen Strom zu erzeugen. Die bisher einzige Anlage, die geothermische Ressourcen als Energiequelle nutzt, läuft derzeit im isländischen Husavík.

Im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) der Bundesregierung wurden bereits geologische Voruntersuchungen zu diesem Vorhaben durch das Bundesumweltministerium gefoerdert und erfolgreich durchgefuehrt. Das geplante Kraftwerk soll kuenftig rund 3,1 Megawatt Strom und bis zu 16 Megawatt Waerme liefern.

Das Geothermieprojekt ist darueber hinaus beispielhaft eingebunden in das kommunale Energiekonzept der Gemeinde Unterhaching. Es sieht u.a. den Aufbau eines Fernwaermenetzes vor, mit dem kuenftig oeffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Wohngebaeude mit Waermeenergie versorgt werden sollen. Damit koennen in erheblichem Masse fossile Energietraeger eingespart werden. Insgesamt wird das Geothermiekraftwerk dazu fuehren, dass jaehrlich rund 12.000 Tonnen Kohlendioxid, ueber 7 Tonnen Schwefeldioxid sowie fast 11 Tonnen Stickstoffoxide vermieden und somit ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Luftqualitaet geleistet werden. Bundesumweltminister Trittin begruesste das besondere -- auch finanzielle -- Engagement der Gemeinde Unterhaching, das massgeblich zum Zustandekommen des Umweltschutzprojektes beitragen hat.
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