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Medizinische Fakultät verleiht Medaille für genetische Forschung

17.05.2003 - (idw) Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen

Jacob Henle-Medaille geht an Professor Dr. med. Helga Rehder aus Marburg

(ukg) Die Medizinische Fakultät der Universität Göttingen hat heute, Freitag, 16. Mai 2003, die Jacob Henle-Medaille an Professor Dr. med. Helga Rehder aus Marburg verliehen. Sie erhielt die Medaille für ihre herausragenden Arbeiten in der klinisch genetischen Forschung. Prof. Rehder gilt weltweit als die Begründerin der fetalen Syndromologie. Mit den Fortschritten der Analyse des menschlichen Genoms haben ihre Arbeiten aktuelle Bedeutung gewonnen. Sie sind in vielen Fällen Grundlage für die Aufklärung von Gendefekten bei erblich bedingten Erkrankungen geworden. Die Jacob Henle-Medaille wird seit 1988 jährlich für herausragende, medizinisch relevante wissenschaftliche Leistungen vergeben, in diesem Jahr zum vierzehnten Mal. Benannt ist die Medaille nach Friedrich Gustav Jacob Henle (1809 bis 1885), der 33 Jahre lang in Göttingen als Anatom und Physiologe tätig war. Nach ihm wurde die "Henlesche Schleife" benannt, ein spezieller Abschnitt im Tubulus-System der Niere.

Prof. Dr. Helga Rehder wurde 1938 in Bremen geboren. Nach dem Medizinstudium in Hamburg und Bonn sowie der Approbation zur Ärztin begann sie 1968 ihre wissenschaftliche Karriere in der Abteilung für Kinderpathologie der Universität Bonn und war dann ab 1972 im Institut für Pathologie in Lübeck tätig. Dort habilitierte sie sich 1980 für Allgemeine und Spezielle Pathologie. 1984 wechselte sie ins Institut für Humangenetik in Lübeck und ist seit 1990 Direktorin des Instituts Klinische Genetik an der Universität Marburg. 1994 bis 2001 war Prof. Rehder Gastprofessorin der Universität Wien und ist dort seit 2001 Honorarprofessorin für Humangenetik.

Prof. Dr. Helga Rehder ist im Editorial Board international führender Zeitschriften tätig und hat sich maßgeblich an der Diskussion über die ärztlichen, ethischen und rechtlichen Probleme der Forschung an menschlichen Embryonen beteiligt. 2002 erhielt sie den Frauenförderpreis der Universität Marburg.

Ein Foto von Prof. Helga Rehder und der Medaille ist über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erhältlich.

Weitere Informationen:
Georg-August-Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Rita Wilp
Robert-Koch-Str. 42
37075 Göttingen
Tel. 0551/39 - 99 55
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