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"Profession Hochschulmanager"

10.03.2009 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Das 6. Osnabrücker Kolloquium zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (HWM) hat gezeigt, es hat sich viel getan in den letzten zehn Jahren bei der Professionalisierung des Hochschulmanagements, und doch bleibt auch weiterhin noch viel zu tun. Hochschulen brauchen Manager - auch das ist ein Ergebnis der inzwischen zehnjährigen Diskussion zur Professionalisierung des Hochschulmanagements. Was von diesen Hochschulmanagern erwartet wird, wie man sich zu einem Hochschulmanager ausbilden lassen kann und was das letztendlich für einen individuellen Nutzen hat - das diskutierten angehende und ausgebildete Hochschulmanager beim 6. Osnabrücker Kolloquium des MBA-Programms Hochschul- und Wissenschaftsmanagement der Fachhochschule Osnabrück.

Hochschulmanager sollen möglichst alles können: Sie müssen planen, organisieren, koordinieren und controllen. Dabei ist Hochschulmanagement nicht gleichbedeutend mit Ökumenisierung der Hochschule und Entmachtung der Wissenschaft. Vielmehr soll das Management die Wissenschaftsautonomie und die Anforderungen von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft miteinander in Balance bringen. So versteht Prof. Dr. Wolfgang Anders, Präsident der Fachhochschule Ludwigshafen, die Aufgaben eines Hochschulmanagers aus Sicht der Hochschulleitung.

Studienprogramme, die zum Hochschulmanager ausbilden sind in ihrer Ausgestaltung recht unterschiedlich. Überwiegend zielt die Mehrzahl der Angebote auf eine Weiterbildungsmaßnahme ab, grundständige Studienprogramme fehlen, sollten aber, nach Meinung des Referenten Dr. Attila Pausitus (Donau-Universität Krems), als logische Konsequenz der weiteren Professionalisierung geschaffen werden.

Das MBA-Programm "Hochschul- und Wissenschaftsmanagement" der Fachhochschule Osnabrück, nahm die Tagung zum Anlass, sich einmal selbst auf die "Finger zu schauen". HWM-Studierende Dr. Anke Schmidt stellte die Ergebnisse ihrer Befragung "Erst das Weiterbildungsstudium... und dann?" vor. Sie hat die Abschlussjahrgänge von 2005-2008 über den Nutzen und die Auswirkungen des Studiums für ihren persönlichen Werdegang befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich für die Mehrheit der Absolventen das Studium ausgezahlt hat. So haben sich mehr als 88 Prozent der Absolventen inzwischen beruflich weiterentwickelt und 63 Prozent verdienen mehr als vor dem Start ihres HWM-Studiums.

Eine ganz persönliche Sicht der Professionalisierung des Hochschulmanagers stellte Hans Bertels, HWM-Absolvent und inzwischen Kanzler der Hochschule für Musik Detmold, vor. Dabei machte er deutlich, dass der Hochschulmanager im beruflichen Alltag auf verschiedene Hürden stößt - so gibt es vor allem auch Konflikte zwischen Hochschulleitung und wissenschaftlichem Personal zum Thema "Hochschulmanagement". Die Notwendigkeit der Professionalisierung des Managements der Hochschule wird zwar erkannt, ihr aber in den wenigsten Fällen eine hohe Priorität eingeräumt.

Dass es in dieser Hinsicht Handlungsbedarf gibt, wurde auch bei der Abschlussdiskussion deutlich: Gerade die Frage, wie man dem wissenschaftlichen Personal einer Hochschule vermittelt, dass Hochschulmanager nur die Verbesserung von Prozessen im Auge haben und nicht in die wissenschaftliche Freiheit von Forschung und Lehre eingreifen wollen, erfordert weitere Aufmerksamkeit von allen Beteiligten.


Weitere Information zum Studiengang Hochschul- und Wissenschaftsmanagement an der Fachhochschule Osnabrück unter:
http://www.wiso.fh-osnabrueck.de/hwm-mba.html

Kontakt:
Geschäftsstelle Hochschul- und Wissenschaftsmanagement
Dipl.-Kfm. (FH) Alexander Rupp
Telefon: +49 (0) 541 / 969-3210
E-Mail: a.rupp@fh-osnabrueck.de

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