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Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de

16.03.2009 - (idw) Hans-Böckler-Stiftung

Das Bruttomonatseinkommen von Bankkaufleuten beträgt auf Basis einer 39-Stunden-Woche durchschnittlich 3.621 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals http://www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 1.470 Bankkauffrauen und -männer haben sich daran beteiligt. "Mit dieser Erhebung können wir die Einkommenssituation der ganz normalen Bankbeschäftigten abbilden", sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck, "die relativ wenigen Spitzenverdiener der Branche mit sechs- oder gar siebenstelligen Jahresgehältern sind hier nicht berücksichtigt."

Die Daten kommen u. a. zu folgenden Ergebnissen:

-Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Bankkaufleuten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.599 ¤, bei 10 bis 19 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 3.692 ¤ und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 4.438 ¤ (siehe auch die Grafik im Anhang zu dieser PM; Link unten).

-Bankkaufleute profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 3.558 ¤ rund 195 ¤ über dem Gehalt von 3.363 ¤ in nicht tarifgebundenen Betrieben.

-Frauen verdienen als Bankkaufleute deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 3.061 ¤ rund 19 Prozent unter dem der Männer mit 3.789 ¤.

-Bankkaufleute in Teilzeitarbeit erhalten umgerechnet auf eine Vollzeitarbeitsverhältnis ein Monatseinkommen von 3.063 ¤, Beschäftigte in Vollzeit dagegen verdienen durchschnittlich 3.558 ¤. Dies macht rund 15 Prozent Lohnunterschied.

-Zwischen West- und Ostdeutschland besteht ein spürbares Einkommensgefälle: Das Einkommen der Bankkaufleute in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt gut 13 Prozent niedriger als in den alten Ländern.

-Gut 30 Prozent der Bankkaufleute erhalten eine Gewinnbeteiligung, während dies in der Gesamtwirtschaft bei knapp 17 Prozent der Beschäftigten der Fall ist.

-Gut ein Drittel der Bankkaufleute arbeiten im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Gut die Hälfte bekommt dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, 34 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.

Das Projekt "LohnSpiegel" erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus insgesamt 35 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite "http://www.lohnspiegel.de" freiwillig und anonym beteiligen können. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Online-Gehalts-Check für rund 250 Berufe.

Ansprechpartner in der Hans Böckler Stiftung


Dr. Reinhard Bispinck
Leiter des WSI-Tarifarchivs
Tel.: 0211-7778-232
E-Mail: Reinhard-Bispinck@boeckler.de

Dr. Heiner Dribbusch
Tel.: 0211/7778-217
E-Mail: Heiner-Dribbusch@boeckler.de

Fikret Oez
Tel.: 0211/7778-230
E-Mail: Fikret-Oez@boeckler.de

Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de
Weitere Informationen: http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_2009_03_16.pdf - die PM mit Grafik-Anhang
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