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Tagung Mathematik im Spannungsfeld von Schule, Hochschule und Beruf

19.03.2009 - (idw) Hochschule Mannheim - University of Applied Sciences

Am Donnerstag, 19.03.2009 findet von 10.00 - 16.00 Uhr die Tagung "Mathematik im Spannungsfeld von Schule, Hochschule und Beruf" in der Aula der Hochschule Mannheim statt. 80 Teilnehmer aus dem Schul- und Hochschulbereich sowie Vertreter von Betrieben, den Industrie- und Handelskammern aus Baden-Württemberg, aber auch aus Hessen und Rheinland-Pfalz diskutieren auf Einladung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg über die mathematische Bildung als gemeinsame Aufgabe von Schule, Hochschule und Berufsausbildung.

Das Jahr der Mathematik 2008 hat gezeigt, dass Mathematik spannend ist und zum Mitmachen einlädt. Mit neuen Anstößen für eine attraktive Mathematikvermittlung wurden vor allem junge Menschen begeistert. Zahlreiche Tagungen und Projekte haben es im Bereich der Mathematik ermöglicht, Einblicke in das Tätigkeitsfeld anderer Institutionen zu nehmen und neue Kontakte zu schließen.

Mathematische Kenntnisse und Fähigkeiten sind in unserer technisch orientierten Zeit Schlüsselqualifikation und Voraussetzung nicht nur für naturwissenschaftlich-technische und informatische Berufe und Studiengänge, sondern auch für Berufe, die mathematische Verfahren und Darstellungsformen nutzen.

Bei der Tagung werden die aktuellen Erkenntnisse und Entwicklungen des Landes Baden-Württemberg im Bereich der Bildung und Ausbildung an den Schulen und Hochschulen sowie Auswirkungen auf die berufliche Ausbildung und den ausgeübten Beruf von namhaften Vertretern aus Schule und Hochschule vorgestellt und im Plenum diskutiert. Verschiedene Rundgänge durch ausgewählte Institute der Hochschule geben den Gästen einen Einblick in die anwendungsorientierte Forschung und Lehre an der Hochschule Mannheim.

Ministerialrat Günter Reinhart vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport wird die Tagung mit seinem Beitrag "Schulische Bildung in Baden-Württemberg" einleiten. Beiträge zum Thema "Mathematik und Beruf", "Wertigkeit schriftlicher Abiturprüfung im Fach Mathematik", "Weiterentwicklung des gymnasialen Lehramtsstudiums und die Unterstützung der Studenten durch Experten für Didaktik der Mathematik" sowie "Kooperationen zwischen Schulen, Seminaren, Hochschulen und Betrieben" sollen beispielhaft einen Überblick über das Bildungsengagement in Baden-Württemberg geben.

Die Professoren Dr. Hermann Merz und Dr. Frank Nürnberg von der Hochschule Mannheim geben abschließend einen Einblick in die mathematischen Grundkenntnisse und Voraussetzungen für Studienanfänger aus der Sicht der Hochschulen und stellen den in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erfolgreich eingeführten Bachelor-/Masterstudiengang "Elektro- und Informationstechnik für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen (Ingenieur-Pädagogik)" vor. Um den steigenden Bedarf an Berufsschullehrern insbesondere in den MINT-Fächern zu decken, ergänzt die Hochschule Mannheim dieses erfolgreiche Konzept zum kommenden Wintersemester 2009/10 um die Zweitfächer Physik und Mathematik.

Eine Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (His) zeigt, dass die Absolventen der MINT-Studiengänge (Mathematik, Ingenieur-, Natur- und Technikwissenschaften) beruflich besonders erfolgreich sind, gute Verdienstmöglichkeiten haben und selten von Arbeitslosigkeit bedroht werden. Gleichzeitig nimmt insbesondere vor dem drohenden Fachkräftemangel die Bereitschaft, seine berufliche Zukunft in einem der MINT-Fächer zu finden, stetig ab. Mathematik wird als "schwer", stellenweise "unverständlich" erlebt und ist oftmals Anlass für den Abbruch eines Studiums. Als Grund wird von den Studenten und Auszubildenden häufig die zu geringe Übereinstimmung dessen genannt, was die einzelnen Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen unter "mathematischer Bildung" verstehen.


Die Tagung soll mit dazu beitragen, Differenzen zwischen den unterschiedlichen Vorstellungen zu erkennen und abzubauen. Dabei sollen bereits bestehende Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen, ihre Erfolge aber auch erkannte Probleme dazu anregen, neue Kooperationen ins Leben zu rufen.

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