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Klinische Onkologie: Größte fächerübergreifende Fortbildung zu Krebserkrankungen

23.03.2009 - (idw) Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Am Dienstag, den 24. März, beginnt im Universitätsklinikum Düsseldorf das Fortbildungssymposium "Klinische Onkologie". Krebsspezialisten aller Fachrichtungen informieren über die klinisch wichtigen Neuerungen in Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen. Zum ersten Mal im Programm ist das Thema Medizinrecht in der Onkologie, dem der letzte Tag des viertägigen Kongresses mit rd. 800 Teilnehmern gewidmet ist. Sowohl im Zusammenhang mit klinischen Studien als auch im Arzt- / Patientenverhältnis stellen sich rechtliche Fragen. Bei Studien geht es zum Beispiel um den Einsatz für den Markt noch nicht zugelassener Medikamente oder den Leistungsumfang gesetzlicher Krankenversicherungen, sowie um rechtliche und ethische Grundlagen der klinischen Prüfung von Arzneimitteln. Patientenverfügung, rechtliche und humanitäre Vorgaben der Patientenaufklärung und nicht zuletzt juristische und ethische Fragen in Grenzsituationen der Intensivmedizin bilden den zweiten medizinrechtlichen Schwerpunkt des Symposiums.

Auf der medizinischen Seite werden Fortschritte der Krebsmedizin präsentiert. Über Erfolge bei der präoperativen Strahlentherapie berichtet Prof. Dr. Stephan Roth. Patientinnen profitierten unter bestimmten Voraussetzungen von diesem Verfahren. Die Düsseldorfer Klinik konnte bei ihnen eine Verbesserung der Langzeitprognose von 13 Prozent erzielen. Prof. Dr. Peter Albers, Direktor der Klinik für Urologie, informiert über die von ihm geleitete nationale Studie zum frühen Hodenkrebs. Neues zum Thema Myelodysplastisches Syndrom (MDS), einer Vorform der Leukämie, erläutert Prof. Dr. Norbert Gattermann, Leiter des Universitätstumorzentrums: Ein neues Medikament mit dem Wirkstoff 5-Azacytidin ist in der Lage, die durchschnittliche Zeit bis zum Übergang zur Leukämie signifikant zu verdoppeln.

Diese größte deutsche Fortbildung findet alle zwei Jahre statt und wird u.a. unterstützt von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen sowie den Fachgesellschaften der beteiligten Disziplinen. Erstmals seit seiner Gründung ist das Universitäts-Tumorzentrum Veranstalter des Symposiums, das von Prof. Dr. Stephan Roth, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, organisiert wird.

Kontakt: Prof. Dr. Norbert Gattermann, Leiter des Universitätstumorzentrums, Tel.: 0211 / 81-16500, Prof. Dr. Stephan Roth, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie,
Tel.: 0211 / 81- 18989
Weitere Informationen: http://www.uni-duesseldorf.de/tumorzentrum/ Information zum Symposium
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