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Universität Rostock exportiert Forschungstaucherausbildung

26.03.2009 - (idw) Universität Rostock

Deutsch-Chilenisches Projekt bildet erstmals Forschungstaucher nach
europäischen Standards in Chile aus

Im Rahmen der 2006 geschlossenen bilateralen Vereinbarung zwischen der
Universidad de Austral Valdivia (Chile) und der Universität Rostock ist
es gelungen, in Südchile eine Forschungstaucherausbildung nach deutschem
Vorbild zu etablieren. Im Januar 2009 konnten in Chile 10
Forschungstaucher den ersten Lehrgang mit dem Prädikat "Geprüfte
Forschungstaucher" abschließen. Das Besondere daran ist, dass "Geprüfte
Forschungstaucher" lange Zeit ausschließlich deutsche Wissenschaftler
waren. Während in Europa mittlerweile Lösungen gefunden wurden, indem
sich das ESDC (European Scientific Diving Committee) Regularien
erarbeitet hat, die international besetzte Tauchgruppen zulassen, waren
wissenschaftliche Projekte außerhalb Europas, für die nicht genügend
deutsche Forschungstaucher vor Ort zur Verfügung standen, in ihrer
Realisierung gefährdet.

Bilaterale Vereinbarungen bleiben außerhalb der EU vorerst der Ausweg.
Die erste dieser Art wurde vor zwei Jahren gemeinsam mit der Kommission
Forschungstauchen Deutschland durch Vertreter der Universidad de Austral
Valdivia und der Universität Rostock auf den Weg gebracht. Die
inzwischen unter Einbeziehung der zuständigen Behörden vor Ort
eingerichtete Forschungstaucherausbildung vermittelt Ausbildungsinhalte,
die europäischen Standards entsprechen und somit in der EU anerkannt
werden. "Die abgeforderten Leistungen sind mit denen identisch, die auch
deutsche Forschungstaucher nachweisen müssen", betont der Vorsitzende
der deutsch-chilenischen Prüfungskommission, Frank Werner (BG Bau).

Das Ausbildungsprojekt, das maßgeblich inhaltlich und personell durch
die Universität Rostock als einer von sechs deutschen
Ausbildungsbetrieben für Forschungstaucher unterstützt wurde und unter
der Schirmherrschaft der deutschen Botschaft in Chile steht, trägt damit
dazu bei, dass künftig bspw. gemischte Tauchgruppen bei
wissenschaftlichen Projekten in der Antarktis zum Einsatz kommen können.
Auch Indonesien möchte künftig mit deutscher Unterstützung
Wissenschaftstaucher ausbilden und einsetzen. Hier wird ein anderer
deutscher Ausbildungsbetrieb als Partner fungieren.

www.uni-rostock.de/forschungstaucher
www.ciencias.uach.cl/noticia.php?codigo=2971
www.forschungstauchen-deutschland.de/kommission.html

Kontakt
Dr.-Ing. Gerd Niedzwiedz
Universität Rostock
Tel.: 0381 498 6063
E-Mail:gerd.niedzwiedz@uni-rostock.de

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