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Forschungsreferenten der deutschen Hochschulen wählen zum zweiten Mal einen Sprecherrat

01.04.2009 - (idw) Universität Kassel

Kassel. Seit 2003 treffen sich deutsche Forschungsreferentinnen und Forschungsreferenten Ende Februar in Kassel, um Fragen ihrer Profession zu diskutieren. 2009 hatten sich rund 100 Personen angemeldet. Der Vortrag von Götz Scholz, Kanzler der Universität Mainz und Sprecher des Arbeitskreises der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten in Deutschland befasste sich aus strategischer Sicht mit der Einführung von Gemeinkostenfinanzierungen wie der DFG-Programmpauschale. Die Hochschulen sind gefordert, ihre Gemeinkosten detaillierter zu ermitteln, wie es jedes Wirtschaftsunternehmen selbstverständlich tut. Dafür kann aber bei Verträgen mit der Wirtschaft ein großer Kostenfaktor deutlicher und selbstbewusster geltend gemacht werden.

Zwei Beiträge von Dr. Bruno Ehmann (Science Support Centre der Universität Freiburg) und Dr. Glenn Swafford (Research Services der University of Oxford) befassten sich mit so genannten Science Support Centres. Mit diesem Konzept sollen die Forscher in den Hochschulen von administrativen Tätigkeiten bei drittmittelgeförderten Forschungsprojekten möglichst entlastet werden. Der Blick ins Ausland erwies sich dabei als ausgesprochen produktiv, da die Entwicklung dieses Service im UK deutlich fortgeschrittener ist als in Deutschland, sowohl was Inhalte als auch die zur Verfügung gestellten Ressourcen deutlich machten.

2008 wurde zum ersten Mal ein "Sprecherrat der Forschungsreferenten in Deutschland" gewählt. Im Juli 2008 wurde die neue Plattform "forschungsreferenten.de" eingerichtet. Mit dem in der Plattform enthaltenen Forum gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder Diskussionen zu führen, die anschließend gut dokumentiert sind. Auch mit der Einstellung von für die Arbeit von Forschungsreferenten wichtigen Dokumenten ist begonnen worden. In der Plattform sind zurzeit fast 400 Personen eingeschrieben und es sind alle Universitäten - außer den beiden Universitäten der Bundeswehr - vertreten.

In seinem Rechenschaftsbericht führte der 2008 gewählte Sprecherrat über sein Selbstverständnis aus:
"Das Ziel sollte aus Sicht des Sprecherrats aber eine berufsständische Interessenvertretung sein, die den Prozess der künftigen Entwicklung des Berufsfeldes nicht nur begleitet, sondern auch Einfluss zu nehmen versucht (...)."

Vor diesem Hintergrund wurde zum Abschluss des Treffens eine neue Interessenvertretung gewählt. Ihr gehören nun an Dr. Wolfgang Adamczak (Universität Kassel), Dr.-Ing. Ulrich Eggert (Universität Stuttgart), Dr. Thomas Horstmann (Universität Erfurt), Dr. Anke Hülster (FH Koblenz), Christa Müller (Brandenburgische Technische Universität Cottbus), Dr. K.P. Christian Spath (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Dr.-Ing. habil. Sylvia Springer (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Seine wesentlichen Aufgaben sieht der neu gewählte Sprecherrat in folgenden Feldern:

- Über Aufgaben und Organisationsformen muss weiter intensiv diskutiert werden.
- Die Plattform www.forschungsreferenten.de sollte durch die Diskussionsbeiträge und die dort abgelegten Dokumente so attraktiv werden, dass sie zum täglichen Arbeitsinstrument von Forschungsreferentinnen und -referenten wird.
- Es besteht dringender Bedarf an Weiterbildung. Dieser muss präzise definiert werden. Bei der Realisierung sollte der Sprecherrat mitwirken.
- Es sollte zügig mit der Einrichtung einer Praktikumsbörse begonnen werden, die Praktika für Newcomer im Berufsfeld "Forschungsreferent" bei forschungsfördernden Institutionen wie der DFG, dem BMBF oder der Volkswagenstiftung vermittelt.

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Ein Bild steht zum Download bereit unter
http://www.uni-kassel.de/presse/pm/bilder/Sprecherrat.jpg

Der neue Sprecherrat der Deutschen Forschungsreferenten:
vorn v.l.: Christa Müller (Brandenburgische Technische Universität Cottbus), Sylvia Springer (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
2. Reihe v.l.: Wolfgang Adamczak (Universität Kassel), K.P. Christian Spath (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
3. Reihe v.l.: Ulrich Eggert (Universität Stuttgart), Thomas Horstmann (Universität Erfurt), last but not least: Anke Hülster (FH Koblenz)


Info
Universität Kassel
Dr. Wolfgang Adamczak
Forschungsreferat
Gottschalkstraße 22
34109 Kassel

tel: (0561) 804-2224
e-mail: wissinfo@uni-kassel.de
Weitere Informationen: http://www.forschungsreferenten.de - Plattform der deutschen Forschungsreferentinnen und -referenten http://www.uni-kassel.de/wiss_tr/Veranstaltungen/ForschRef2009.ghk - Treffen der Forschungsreferentinnen und -referenten
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