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Gegen den "Braindrain" - Die Universität Bamberg holt deutsche Wissenschaftler aus dem Ausland zurück

02.04.2009 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die Universität Bamberg beruft drei deutsche Wissenschaftler aus Großbritannien und Italien Deutsche Nachwuchswissenschaftler gehen ins Ausland und finden dort weit bessere Arbeitsbedingungen als in Deutschland vor. Die Konsequenz: Die Wissenschaftler sind für den deutschen Hochschulmarkt verloren. In Politikerreden und über die Medien werden diese Aussagen oft verbreitet. Es gibt bereits Programme, dem Trend zum sogenannten "Braindrain" zu begegnen. Umso erfreulicher ist es, dass es der Universität Bamberg nun gelungen ist, gleich drei dieser deutschen Wissenschaftler aus dem Ausland wieder zurückzuholen. Am 1. April werden ein Informatiker, ein Politikwissenschaftler und ein Volkswirt nach Jahren im Ausland wieder in Deutschland lehren.

Gerald Lüttgen war zuvor in den Vereinigten Staaten und zuletzt an der University of York in Großbritannien und wird nun Professor für Praktische Informatik, insbesondere Softwaretechnik und Programmiersprachen in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik.

Thomas Saalfeld war bislang ebenfalls in Großbritannien an der University of Kent at Canterbury und wird nun Professor für Vergleichende Politikwissenschaft in der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Markus Walzl war nach einer Zeit an der Universiteit Maastricht in den Niederlanden zuletzt an der Freien Universität Bozen in Italien tätig und wird nun Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Industrieökonomik in der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Dass es gelungen ist, gleichzeitig drei deutsche Wissenschaftler an eine deutsche Universität zurückzuholen, freut den Präsidenten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, sehr. Gleichzeitig betont er: "Das wäre ohnehin mein Ideal, Bewerberinnen und Bewerber berufen zu können, die Auslandserfahrungen mitbringen. Es muss bereits im Studium ganz normal sein, dass Deutsche ins Ausland gehen, und es muss normal sein, dass ein großer Teil von ihnen auch wieder zurückkommt. Wenn wir konkurrenzfähig ausgestattet sind, wird uns dieser Beitrag zur Internationalisierung auch gelingen." Dazu sind allerdings auch weitere Schritte erforderlich. "Wenn es uns jetzt auch noch gelingt, mehr ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Professuren zu berufen, dann bin ich noch zufriedener", skizziert Präsident Ruppert vorsichtig den größten Problembereich in allen Bemühungen zur Internationalisierung. Bei allen Aktivitäten gilt die Grundüberzeugung: "Eine Wissenschaft, die Staatsgrenzen kennt, hat ihren Anspruch Wissenschaft zu sein, bereits aufgegeben."

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