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Dortmunder Hochschuldidaktik erfolgreich in der Einwerbung von Drittmitteln

06.04.2009 - (idw) Technische Universität Dortmund

Start von sieben neuen Forschungsprojekten zu exzellenter Hochschullehre
an der TU Dortmund
Am Hochschuldidaktischen Zentrum der TU Dortmund haben im Wintersemester 2008/09 insgesamt sieben neue Forschungsprojekte ihre Arbeit aufgenommen. Die Gelder in einem Umfang von annähernd 1,4 Mio. Euro kommen überwiegend vom BMBF sowie aus den Forschungsfonds der EU. Zusätzlich zu den bereits laufenden Projekten erhält die TU Dortmund damit einen kräftigen Impuls für die Qualitätsentwicklung in der Lehre sowie in der auf die Hochschule bezogenen Bildungsforschung. In der gegenwärtigen Exzellenzdebatte, in der die Aufwertung der Hochschullehre gefordert wird, befindet sich die TU Dortmund mit diesen innovativen Forschungsprojekten des Hochschuldidaktischen Zentrums (HDZ) auf der Höhe der Zeit. "Das HDZ kann damit wesentlich zur Entwicklung von Exzellenz in der Lehre beitragen und seinen Ruf in der Spitzengruppe der leistungsstärksten Zentren bei der Forschung und Entwicklung in der Hochschuldidaktik und der innerinstitutionellen Hochschulforschung festigen", freut sich der Leiter des Hochschuldidaktischen Zentrums, Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Wildt: "Damit kann sich die TU Dortmund auch im europäischen Maßstab sehen lassen."

Die neuen Forschungsprojekte am HDZ verfolgen überwiegend anwendungsorientierte Forschung und sind mit praktischen Entwicklungsansätzen für die innovative Gestaltung von Lehr-/ Lernprozessen an der Hochschule verbunden. Die Forscherinnen und Forscher des HDZ widmen sich brisanten Themen wie der Lehrkompetenz von Hochschullehrenden und stellen die Wirksamkeit von Lehre sowohl kritisch als auch konstruktiv auf den Prüfstand. Dabei analysieren die Forscherinnen und Forscher am HDZ, unter welchen Bedingungen das Studium kreative Köpfe wirklich fördert. So begibt sich eines der Forschungsprojekte auf die Suche nach Konzepten zur Entwicklung von kreativitätsförderlicher Lehre. In einer internationalen Vergleichsstudie schaut das HDZ auch über den Tellerrand nationaler Grenzen hinweg und setzt ein Erfolgsmodell der Hochschullehre aus Schweden und den Niederlanden, das so genannte "problembasierte Lernen" mit dem deutschen Hochschulkontext in Beziehung. Einen ähnlich gelagerten Ansatz stellt das hochschuldidaktische Modell des "Forschenden Lernens" dar, mit dem das HDZ neue Ansätze zur Entwicklung exzellenter Lehre an der TU Dortmund erproben wird. Zugleich hat sich das HDZ zu einem Expertisezentrum für innovative Lehrmodelle im Bereich des E-Learning entwickelt und wird auch diesen Bereich mit zwei seiner neuen Forschungsprojekte verfolgen. Eines dieser Projekte entwickelt zusammen mit der Fakultät Maschinenbau mit schwedischen und italienischen Partnern ein Konzept zum "telemetrischen Experimentieren", bei dem über eine eLearning-Plattform Laborexperimente aus räumlicher Distanz ferngesteuert werden. Seine Internationale Vernetzung zeigt das HDZ auch als Partner in zwei weiteren EU-Projekten, bei denen es zum einen um die Entwicklung eines Studiengangs zum Bildungsmanagement an der staatlichen Hochschule Nowgorod in Russland und zum anderen um einen Weiterbildungsstudiengang im Hochschulmanagement für osteuropäische Universitäten zusammen mit österreichischen, polischen, bulgarischen, ungarischen und türkischen Partnern geht.

Im Blickpunkt der Forscherinnen und Forscher am HDZ stehen darüber hinaus auch die neuen Studienbedingungen, die sich nach den Umstrukturierungsprozessen zum Bachelor- und Masterstudium mit der europäischen Hochschulreform entwickeln. Beispielsweise wird untersucht, welche Auswirkungen und Konsequenzen die Veränderung der Hochschulen auf die konkreten Studienverläufe von Studierenden nehmen. Während der Löwenanteil der Forschungsprojekte am HDZ aus Drittmitteln des BMBF sowie der EU eingeworben wurde, stellt auch die TU Dortmund aus Studienbeiträgen sowie die Universitätsallianz Metropole Ruhr für die Qualitätsentwicklung der Lehre Mittel für das Hochschuldidaktische Zentrum zur Verfügung. Die Forscherinnen und Forscher entwickeln damit innovative Ansätze zur Qualifizierung von Tutor/inn/en und widmen sich mit einer Praxisforschung zum wissenschaftlichen Schreiben in Studium und Lehre quer durch die Disziplinen einer zentralen Kompetenz, die in der Wissensgesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Wissenschaft wird jedoch nicht nur im Hörsaal und im Labor gemacht: Deshalb werden am HDZ über das studentische Lernen und das Lehren an der Hochschule hinaus auch die sozialen Bedingungen beleuchtet, die das Hochschulleben bestimmen. Zwei Forschungsprojekte am HDZ haben dabei ganz besonders den wissenschaftlichen Nachwuchs im Blick. Forschungsgelder für die Durchführung von Fallstudien zu fachübergreifenden Strukturierung der Promotionsphase hat das HDZ dabei von der Hans-Böckler-Stiftung erhalten. Einen Blick hinter die Kulissen der Wissenschaftsbühne wirft das BMBF-Forschungsprojekt "Wissen- oder Elternschaft?" Hier stehen die konkreten Lebens- und Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der Agenda und der Zusammenhang von prekären Beschäftigungsverhältnissen an der Hochschule und einer weit verbreiteten Kinderlosigkeit sowohl männlicher als auch weiblicher Wissenschaftler/inn/en wird untersucht.

Mit diesem breiten Spektrum an Forschungs-Knowhow widmen sich die neuen Forschungsprojekte am HDZ vertieften Einsichten über Lehr- und Lernprozesse an der Hochschule. Dabei kooperieren die Forscher/inn/en am Hochschuldidaktischen Zentrum der TU Dortmund mit renommierten Forschungsinstituten im deutschen und europäischen Raum sowie mit zahlreichen Fakultäten der TU Dortmund.
Prof. Dr. Walter Grünzweig, Prorektor für Studium der TU Dortmund, betont den wechselseitigen Zusammenhang von Forschung und Lehre und die Bedeutung der universitären Lehre für die wissenschaftliche Erkenntnis: "Nur was ich gut erklären kann, ist mir auch richtig klar. Oft haben die Wissenschaftler/innen gerade bei der Vermittlung ihrer Arbeit an Studierende die entscheidenden Einfälle. Die Projekte des HDZ sind daher eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung der Dortmunder Hochschule insgesamt."


Weitere Informationen zu den neuen Forschungsprojekten am Hochschuldidaktischen Zentrum sind im Internet zu finden: http://www.hdz.uni-dortmund.de.

Kontakt:
TU Dortmund
Hochschuldidaktisches Zentrum
Prof. Dr. Dr. hc. Johannes Wildt
E-Mail: Johannes.wildt@tu-dortmund.de
Telefon: 0231/755-5531
Fax: 0231/755-5543

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