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Forschungsprojekt Extremsturmfluten: Wir wirken sich Sturmfluten auf Sylt und in Hamburg aus?

09.04.2009 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Sturmfluten haben in der Vergangenheit immer wieder zu Schäden entlang der deutschen Küsten geführt. Es ist damit zu rechnen, dass durch klimabedingte Veränderungen, die Gefahr durch Sturmfluten deutlich ansteigen wird. Um mögliche Folgen der Zunahme extremer Sturmfluten hinsichtlich der Häufigkeit, Intensität und Dauer für den Hochwasser- und Küstenschutz abschätzen und um mögliche Katastrophen abwenden zu können, arbeiten Wissenschaftlern aus mehreren Universitäten und Einrichtungen unter anderem die Technische Universität Braunschweig an diesen Herausforderungen.

Küsten- und Flussmündungsgebiete sind vorrangig gefährdet, aber sind auch bevorzugte Siedlungs- und Wirtschaftsräume, deshalb ist es dringend erforderlich den veränderten Sturmflutverhältnissen vorausschauend und präventiv zu begegnen. Mit den Ergebnissen wollen die Forscher nicht nur vorhandene Wissenslücken hinsichtlich extremer Sturmflutereignisse schließen, sondern auch die Hochwasserrisiken an offenen Küsten und in Großstädten in einem Flussmündungsgebiet bewerten können. Dies wird konkret am Beispiel von Sylt und Hamburg untersucht.

Wissenschaftler der Universitäten Braunschweig, Hamburg-Harburg und Siegen sowie des Landesbetriebs für Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg untersuchen seit Ende 2008 in einem Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter der Leitung von Prof. Hocine Oumeraci des Leichtweiß-Instituts für Wasserbau der TU Braunschweig das Auftreten und die Auswirkungen extremer Sturmfluten.

Die Laufzeit des mit 1,2 Mio. Euro geförderten Forschungsvorhabens beträgt 45 Monate. In Teilprojekte wird das Risiko von extremen Sturmflutereignissen aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht:

o Extreme Sturmfluten
o Belastung, Bruch und Bruchentwicklung von Hochwasserschutzwerken
o Schadensermittlung und -bewertung
o Risikoanalyse, Risikobewertung und Empfehlungen für die Risikobeherrschung

Um die Forschungsergebnisse verstärkt in der Praxis umsetzen zu können, sind auch kooperative Partner eingebunden, wie der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, Hamburg Port Authority und der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer Hamburg.

Kontakt
Dr. Andreas Kortenhaus
Leichtweiß-Institut für Wasserbau
Abteilung Hydromechanik und Küsteningenieurwesen
Tel.: 0531/391-3181
E-Mail: a.kortenhaus@tu-braunschweig.de
Weitere Informationen: http://www.xtremrisk.de
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