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Optimierter Gelenkersatz in der Arthrosetherapie

16.04.2009 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V.

München - Der Ersatz von Gelenken ist ein erfolgreiches und notwendiges Verfahren in der modernen Medizin: In Deutschland werden jährlich mehr als 180 000 künstliche Hüftgelenke und 140 000 künstliche Kniegelenke eingesetzt. Materialien, die lange im Körper haltbar sind, und neu entwickelte, patientenschonende Operationsverfahren sind Themen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) anlässlich des 126. Chirurgenkongresses vom 28. April bis 1. Mai 2009 in München. Arthrose ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. "Jeder fünfte Erwachsene ist daran erkrankt und jeder zehnte leidet unter erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben", meint Professor Dr. med. Klaus-Peter Günther, Präsident der DGOOC und Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Dresden. Alle 200 Gelenke im menschlichen Körper können von Arthrose betroffen sein. Am häufigsten tritt sie im Knie-, Hüft- und Schultergelenk sowie an der Wirbelsäule auf. Mit Arthrose wird eine Gruppe von sogenannten degenerativen rheumatischen Erkrankungen bezeichnet. Durch Fehlbelastung, Überbelastung oder auch Knorpelverletzungen kommt es zur Abnutzung. Der Knorpelüberzug der Gelenke wird allmählich zerstört. Fehlt der Knorpel, reiben die Knochen im Gelenk direkt aufeinander und verformen sich.

Ist der Gelenkersatz der letzte Ausweg, um Schmerzen und Funktionsstörungen in den Gelenken zu beheben, ist die Wahl des Materials und das Operationsverfahren entscheidend: "Ein Implantat muss mindestens zehn bis zwanzig Jahre gut funktionieren", betont Professor Günther. So sind heute hochfeste Kunststoffe im Einsatz, die nur noch selten bei Patienten Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Angesichts großer Unterschiede bei Alter und Aktivität der Betroffenen, gibt es eine Vielzahl von Modellen, deren Vor- und Nachteile individuell berücksichtigt werden sollten.

Zurzeit in der wissenschaftlichen Diskussion sind Operationstechniken, die Einschnitte und Blutverluste minimieren und gleichzeitig die optimale Positionierung des künstlichen Gelenkes ermöglichen. Welche neu entwickelten Verfahren patientenschonend und erfolgreich bei den verschiedenen Gelenken durchgeführt werden, ist ein Thema der DGCH-Pressekonferenz am 28. April 2009 in München. Unter dem Kongress-Leitthema "Humanität durch Technik" informieren Vertreter aus der Orthopädie, der Viszeralchirurgie und der Thorax-Herz-Gefäß-Chirurgie über neue technische Entwicklungen ihrer Fachgebiete.

Terminhinweise:

DGCH-Pressekonferenz
Dienstag, 28. April 2009, 11.30 bis 12.30 Uhr
Ort: Saal 22b, ICM München

Themen und Referenten:

Humanität durch Technik in der Chirurgie -
Welche neuen Entwicklungen kommen Patienten zugute?
Professor Dr. med. Dr. h.c. Volker Schumpelick

Aus der Forschung in den klinischen Alltag:
Wie kommen technische Innovationen zum Patienten?
Professor Dr. med. Hartwig Bauer

Fortschritte in der Behandlung verengter Herzklappen
Können auch Hochrisiko-Patienten am Herzen operiert werden?
Professor Dr. med. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf

Roboter im Operationssaal:
Sind Eingriffe dadurch besser oder vor allem teurer?
Professor Dr. med. Hans-Peter Bruch


Schmerzfreiheit und Beweglichkeit trotz schwerer Arthrose:
Welche Operationstechniken sind sinnvoll beim Gelenkersatz?
Professor Dr. med. Klaus-Peter Günther

DGOOC/DGU-Vortragssitzung
Hüftgelenkendoprothetik
Dienstag, 28. April 2009, 12.30 bis 14.00 Uhr
Ort: Saal 13a, ICM München

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Pressestelle DGCH
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart, Tel.: 0711 8931-295, Fax: 0711 8931-984
E-Mail: giesselmann@medizinkommunikation.org, http://www.chirurgie2009.de

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