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Von Viren, Würmern und trojanischen Pferden

22.05.2003 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Gründung einer Regionalgruppe Münsterland der Gesellschaft für Informatik. Eine neue Regionalgruppe Münsterland der "Gesellschaft für Informatik" (GI) startete mit einer Informationsveranstaltung zum Thema "Sicherheit im Internet" im Technologiehof Münster ihre Arbeit. Der neu gewählte Sprecher der Regionalgruppe, Prof. Dr. Gottfried Vossen vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität, kündigte an, die Regionalgruppe werde den Informationsaustausch in der Informatik zwischen Interessierten aus dem Münsterland ermöglichen und fördern.

In der Auftaktveranstaltung, die von über 60 Teilnehmern besucht wurde, sprach nach Grußworten von Prof. Dr. Gottfried Vossen und Ludger Porada von der GI-Geschäftsstelle Bonn Prof. Dr. Klaus Brunnstein von der Universität Hamburg über aktuelle Probleme der Internet-Sicherheit. Brunnstein, international bekannter Spezialist auf dem Gebiet der Computersicherheit und der Risikoanalyse, malte ein ausgesprochen düsteres Szenario in Bezug auf heutige Informatik-Systeme: Betriebssystem-Software werde nicht selten mit vielen tausend Programmierfehlern ausgeliefert. Zu Testzwecken während der Entwicklung eingebaute "Hintertüren" würden auch nach Auslieferung an den Kunden im System belassen und könnten dann von Hackern zu Systemangriffen mit Viren, Würmern oder "Trojanischen Pferden" genutzt werden. Angriffe, wie der im Herbst 2002 auf mehrere der dreizehn zentralen Namensserver des Internet, könnten dieses innerhalb kurzer Zeit lahm legen.

Als langjähriger Leiter des "Virus Test Centers" in Hamburg, an dem neu aufgetauchte Viren innerhalb kürzester Zeit analysiert und unschädlich gemacht werden können, weiß Prof. Brunnstein, dass die Entwicklung von "Superviren" erst noch bevor steht. Eine Lösung sieht der Experte, wenn die Hersteller das Thema Sicherheit, anders als bisher, in den Entwurf von Informatiksystemen von vornherein einbeziehen und wenn Kunden die Verlässlichkeit von Computersystemen in einer Weise verlangen, wie es zum Beispiel bei Automobilen selbstverständlich ist.

Die nächste Veranstaltung findet am 21. Juli 2003 um 18 Uhr im Vortragsraum des Technologiehofs an der Mendelstrasse 11 in Münster statt. Dann wird Prof. Dr. Gunter Dueck von IBM Deutschland sprechen. Weitere Informationen findet man im Internet unter http://dbms.uni-muenster.de/gi-ms/.
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