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Fördern durch Spielen

22.04.2009 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Software-Engineering: Master-Studenten entwickeln Lernkonzept Nach zweijähriger Entwicklungszeit läuft jetzt die Erprobungsphase für "Genesis" an, ein Lern-, Therapie- und Spielesystem für barrierefreies Spielen ohne Grenzen zur Förderung behinderter Kinder. An diesem von der Auerbach-Stiftung geförderten Projekt an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg nehmen auch zwölf Studenten des von der Verbund IQ gGmbH organisierten Masterstudiengangs "Software Engineering und Informationstechnik" teil.
"Die Teilnahme der Studenten des Masterstudiengangs 'Software Engineering und Informationstechnik' an unserem Projekt ist sehr vorteilhaft, weil sie bereits Erfahrung aus der Industrie mitbringen", sagt Prof. Dr.-Ing. Helmut Herold von der Fakultät Elektrotechnik, Feinwerktechnik und Informationstechnik der Georg-Simon-Ohm-Hochschule. Der ausgewiesene Experte für Linux und moderne Programmiersprachen war in der Softwareentwicklung bei internationalen Unternehmen tätig, leitet das Projekt "Genesis" und ist zugleich Leiter der Prüfungskommission des Masterstudiengangs.
Bei "Genesis" (GENErator und Simulator zum Integrativen Spielen) handelt es sich um ein interdisziplinäres Projekt an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Die Idee: Pädagogen, Therapeuten, Psychologen etc. sollen einfache Spiele und Tests selbst und ohne jegliche Programmierkenntnisse generieren und vorhandene Spiele (z.B. Mensch ärgere Dich nicht) an die Bedürfnisse behinderter Kinder anpassen können. Eine erste kostenfreie Basisversion zu "Genesis" mit 9 Spielen wird Ende Mai zum freien Download bereitgestellt http://www.world-of-genesis.org.
Die Vollversion von "Genesis" hat über 30 Spiele unterschiedlichster Kategorien und soll am Tag des Spiels, dem 12. November 2009, im Rahmen der von der Bundesregierung geförderten Aktion "Deutschland - Land der Ideen" der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
"Die Studierenden haben direkten Kontakt mit den Nutzern, was normalerweise bei großen Projekten nicht der Fall ist", beschreibt Prof. Herold den Nutzwert, den die Studierenden des Masterstudiengangs "Software-Engineering und Informationstechnik" aus dem Projekt ziehen können. Außerdem könnten sie mit Designern, Sozialwissenschaftlern etc. interdisziplinär zusammenarbeiten. Das aus dem "Genesis"-Projekt erlernte Wissen, so Prof. Herold, lasse sich später im Beruf sehr gut einsetzen. "Es ist ein umfangreiches Projekt, das Engineering in der Praxis und auch die reale Welt in der Praxis widerspiegelt."
"Wir sind über die Einbindung des Studiengangs bei Genesis sehr glücklich", sagt Dr. Ursula Baumeister, Geschäftsführerin der Verbund Ingenieur Qualifizierung gGmbH. "Unsere Studierenden machen wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Design, Projekt-Controlling und performanter Implementierung, was bei Projektarbeiten im Zusammenhang mit Software-Engineering generell sehr wichtig ist." Gleichzeitig stehe das Projekt in einem realitätsnahen Bezug und mit Prof. Helmut Herold habe man einen Projektleiter gefunden, der auch didaktische Aspekte verfolge.

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