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Kleinste Karzinomanzeichen erkennen

23.04.2009 - (idw) Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

400 Fachleute für Brustkrebs diskutieren in Frankfurt am Main Diagnosestandards - Ziel ist das frühzeitige Erkennen bösartiger Veränderungen der Brust - Ein Pressegespräch informiert über Hintergründe Frankfurt am Main / Berlin im April 2009. Brustkrebs ist die häufigste
Krebserkrankung bei Frauen und die gefährlichste, wenn sie nicht früh genug erkannt wird. Lange bevor Krebsknoten von der Patientin oder dem Arzt getastet werden, können bereits erste Anzeichen mit bildgebender Medizin diagnostiziert werden. Doch welche Bild-Methode ist am besten für die Früherkennung geeignet? Und wie stellen sich krebsartig veränderte Knoten der Brust - so genannte Herdbefunde - mit den unterschiedlichen technischen Möglichkeiten dar? 400 Radiologen und Gynäkologen kommen am 9. Mai in Frankfurt am Main zusammen, um in einem Konsensustreffen Einigkeit über die Diagnosewege bei Brustkrebs zu erzielen. Drei unterschiedliche Bildgebungsverfahren stehen der modernen Brustkrebsdiagnostik derzeit zur Verfügung: Die Mammografie, der Ultraschall und
die Magnetresonanztomografie (MRT). "Unser Ziel ist es, die Herdbefunde so früh
und so genau wie möglich zu beschreiben, so dass bereits kleinste Karzinomzeichen erkannt und eingeordnet werden können. Die Kernfrage lautet dabei: Wie gelingt es uns, diese Veränderungen in den verschiedenen Verfahren standardisiert und reproduzierbar zu befunden?", erklärt Tagungspräsident Professor Dr. Markus Müller-Schimpfle von den Städtischen Kliniken Frankfurt am Main Höchst.

Für die Mammografie als dem ältesten und erfahrungsreichsten Instrument stehe
dafür bereits ein breiter Kenntnisschatz zur Verfügung, so der Frankfurter Radiologe. Schwieriger sei die Interpretation von Ultraschall- und insbesondere der MRTAufnahmen, die erst in jüngerer Zeit für die Brustkrebsdiagnostik zum Einsatz kämen.

Ein weiterer Diskussionspunkt des Frankfurter Treffens ist die Frage nach der
Notwendigkeit der MRT vor einer Brustkrebsoperation, ein Punkt, der umstritten ist. Zwar hilft die MRT als sensibelstes und genauestes Verfahren dem Operateur, die korrekte Lage und Anzahl der Tumore zu bestimmen. Doch besteht die Gefahr einer zu ausgedehnten Operation, da die MRT beispielsweise auch Entzündungen im
Randbereich als bösartig einstuft.

Damit die anwesenden Experten, allesamt erfahrene Leiter von Diagnostik-Kursen,
ihren Sachverstand optimal einbringen können, verfügt jeder Teilnehmer über ein
Teledialog-System (TED) - die Thesen oder offenen Fragen der Referenten werden
per Knopfdruck von dem Expertenpanel und dem Plenum abgestimmt. Die
Erfahrungen der täglichen Praxis fließen somit direkt in die Festlegung der
Untersuchungsstandards ein. Ausrichter dieses wichtigen Symposiums, das mit
Unterstützung der MTA-Schule F-Höchst organisiert wird, ist die Deutsche
Röntgengesellschaft in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie.

Einladung zum Pressegespräch

Zu einem Pressegespräch im Vorfeld der Tagung laden die Deutsche Röntgengesellschaft und die Städtischen Kliniken Frankfurt am Main Höchst. Am
Montag, dem 04. Mai 2009, stehen von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr interessierten

Vertreterinnen und Vertreter der Presse mit Prof. Markus Müller-Schimpfle, Prof.
Volker Möbus (beide Städtische Kliniken Frankfurt am Main Höchst) und Prof.
Thorsten Kühn (Klinikum Esslingen) drei ausgewiesene Experten der Brustdiagnostik zur Verfügung. Das Pressegespräch findet im Klinikum Frankfurt am Main Höchst Gotenstraße 6-8, Konferenzraum, Raum A-EG 084 statt.

Information und Anmeldung:
Petra Fleischer
Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst
Unternehmenskommunikation/Sprecherin
Tel. 069/3106-3818
E-Mail: petra.fleischer@skfh.de

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