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"nachgedacht": Das Grundgesetz und die Freiheit der Kunst: die Geschichte einer Behinderung?

28.04.2009 - (idw) Akademie der Wissenschaften in Hamburg

Die Entwicklung der Freiheit der Kunst unter der Geltung des Grundgesetztes steht im Mittelpunkt des vierten Abends in der Reihe "nachgedacht: 60 Jahre Grundgesetz" am 5. Mai 2009. Diskutanten sind Franziska Augstein, Joachim Kersten und Jan Philipp Reemtsma. Die Veranstaltung findet in der Bucerius Law School statt (Auditorium, Jungiusstraße 6, Hamburg) und beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen auf http://www.nachgedacht-hamburg.de Das Grundgesetz regelt in seinen Grundrechten in Artikel 5, Absatz III die Freiheit der Kunst. Immer wieder kommt es aus der Perspektive anderer Rechtsansprüche, insbesondere aus persönlichkeits-rechtlichen Ansprüchen, zu Klagen gegen Kunstwerke. Franziska Augstein, Joachim Kersten und Jan Philipp Reemtsma diskutieren am Beispiel der Kunstfreiheit, ob die Geschichte des Grundgesetzes die seiner Einschränkung ist. Jan Philipp Reemtsma referiert ein Beispiel aus der Literatur. Anschließend bietet Joachim Kersten eine systematische Einleitung in das Thema und einen kurzen Abriss in die Historie der Anwendung der grundrechtlichen Garantie der Kunstfreiheit durch die bundesrepublikanische Justiz. Franziska Augstein moderiert die anschließende Diskussion.

Dr. Franziska Augstein, Historikerin und Journalistin, war Redakteurin beim Magazin der Wochenzeitung "Die Zeit", Berlin-Korrespondentin für das Feuilletonressort der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und ist seit 2001 Feuilletonredakteurin der "Süddeutschen Zeitung", München.
Neueste Veröffentlichung: Von Treue und Verrat. Jorge Semprún und sein Jahrhundert. C. H. Beck. München 2008.

Joachim Kersten, Rechtsanwalt in Hamburg, Rezitator, Autor, Herausgeber und Justitiar der Arno Schmidt Stiftung, Mitglied im Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Vorsitzender des Kuratoriums der Kurt-Wolff-Stiftung
Neueste Veröffentlichung: Eines Dichters letzte Reise. Drei Erzählungen von Herman Bang, Klaus Mann und Friedrich Sieburg. Arche Verlag, Hamburg und Zürich 2009

Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Philologe, Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, Mitherausgeber der Bargfelder Ausgabe der Werke Arno Schmidts
Neueste Veröffentlichung: Vertrauen und Gewalt, Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne, Hamburg: Hamburger Edition, 2008.

Die Reihe wird veranstaltet von der Initiative nachgedacht. Geisteswissenschaften in Hamburg, einem losen Arbeitsverbund verschiedener Hamburger Einrichtungen. Hervorgegangen aus Aktivitäten zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007, will sie mit gemeinsamen Veranstaltungen die Neugier auf Fragen rund um Verstand, Moral, Schrift, Sprache und Kultur wecken.

An der aktuellen Reihe beteiligen sich:

Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Bucerius Law School
Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
Hamburger Institut für Sozialforschung
Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung
Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Die Reihe wird unterstützt von NDR info.

Veranstaltungsdaten:

Dienstag, 5. Mai 2009, 19.00 Uhr
Bucerius-Law-School, Auditorium, Jungiusstraße 6, Hamburg
Das Grundgesetz und die Freiheit der Kunst - die Geschichte einer Behinderung?
Mit Dr. Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung (Moderation), RA Joachim Kersten, Hamburg,
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Institut für Sozialforschung

Kontakt:

Dr. Regine Klose-Wolf, Hamburger Institut für Sozialforschung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 040-414097-12, E-Mail presse@his-online.de


Dr. Annette Wiesheu, Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Tel. 040/42 94 86 69-20, E-Mail: annette.wiesheu@awhamburg.de

Klaus Weber, Bucerius Law School
Tel. 040/307 06-127, E-Mail: klaus.weber@law-school.de

www.nachgedacht-hamburg.de

Weiterer Termin

Dienstag, 19. Mai 2009, 19.00 Uhr
"Kunst als Ort der Demokratie" oder Eine Verfassung visualisieren
Mit Jochen Gerz, Konzeptkünstler, Irland, und Prof. Dr. Hermann Pfütze, Soziologe, Berlin

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