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Deutsche Gesellschaft für Biomechanik tagt am UKM28.04.2009 - (idw) Universitätsklinikum Münster
Prof. Rosenbaum: "Fragen zum Verschleiß und zur Bewegungsarmut gewinnen zunehmend an Bedeutung"
Münster (ukm/dre). "Gerade angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft rücken Fragen der Biomechanik, etwa zum Verschleiß von Gelenken oder zur Bewegungsarmut, immer stärker in den Vordergrund", betont Prof. Dr. Dieter Rosenbaum. Er ist Leiter des Funktionsbereichs Bewegungsanalytik der Klinik für Allgemeine Orthopädie des Universitätsklinikums Münster (UKM) und Tagungspräsident der 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomechanik vom 14. bis zum 16. Mai in Münster.
Es ist das erste Mal, dass die Tagung in Münster stattfindet. Das Themenspektrum erstreckt sich dabei von konkreten klinischen Verfahren über neue Möglichkeiten der Bildgebung bis hin zu neuesten Studien zur gezielten Stimulation von Knochenformationen durch Widerstandstraining.
"Verkürzt dargestellt, geht es in der Biomechanik um die Kräfte, die innerhalb und außerhalb des Körpers auf Knochen oder andere Körpergewebe einwirken. Mittlerweile sind auch Messungen auf Zellniveau möglich", so Rosenbaum. Gerade in der Implantatversorgung ist diese Disziplin von besonderer Bedeutung. Dabei gebe es zwei Extreme, erklärt Rosenbaum: "Wenn ein Körper lange ruht, etwa bei einer langen Liegephase im Krankenhaus oder auch bei der bemannten Raumfahrt, setzt z.B. Muskelverfall ein. Neue Ansätze, um diesem Abbau entgegenzuwirken, werden auch auf der Jahrestagung diskutiert." Das andere Extrem ist dagegen die starke Belastung einzelner Bereiche, etwa beim Sport, wenn ein Vielfaches des Körpergewichtes auf einzelne Muskeln oder Knochen wirkt.
Zu den Schwerpunkten des Funktionsbereichs Bewegungsanalytik des UKM zählen dabei auch die wissenschaftliche Erfassung von Alltagsaktivitäten: "Speziell durch die Bewegungsarmut unserer Gesellschaft wird dieser Bereich immer wichtiger, wenn wir auch im Alter mobil sein wollen", so Rosenbaum. Ein weiterer Schwerpunkt der UKM-Wissenschaftler ist das Forschungsprojekt "kidfoot". "Diese Studie läuft nun seit knapp zehn Jahren, hierbei begleiten wir kontinuierlich Kinder vom Zeitpunkt ihrer ersten Schritte bis zu ihrem zehnten Lebensjahr. Speziell erfassen wir dabei die Veränderungen der Fußform und der Abrollbewegungen", erklärt Projektkoordinatorin Dr. Kerstin Bosch.
Auch diese Themen werden bei der Jahrestagung der Gesellschaft im Institut für Anatomie des UKM am Vesaliusweg 2-4 in Münster vorgestellt.
Weitere Informationen:
http://www.conventus.de/dgfb2009/ Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und den Referenten
http://motionlab.klinikum.uni-muenster.de/ Überblick über die Arbeit des Funktionsbereichs Bewegungsanalytik am UKM
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