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Menschen im Visier. Krieg und Medizin im 20. und 21. Jahrhundert

30.04.2009 - (idw) Stiftung Deutsches Hygiene-Museum

Vortragsreihe vom 5. Mai bis 24. August 2009
vom Deutschen Hygiene-Museum in Kooperation mit der Sächsischen Landesärztekammer und dem Militärhistorischen Museum Dresden

Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung "Krieg und Medizin" des Deutschen Hygiene-Museums und der Wellcome Collection, London (4. April bis 9. August 2009) Die Konfrontation friedlicher Gesellschaften mit der Brutalität des Krieges greift das Deutsche Hygiene-Museum in der aktuellen Sonderausstellung "Krieg und Medizin" auf. Parallel zur Ausstellung präsentiert das Museum zwischen dem 5. Mai und dem 24. August 2009 ein hochkarätiges wissenschaftliches Begleitprogramm. Dieses stellt die Opfer militärischer Handlungen in den Mittelpunkt und fragt nach der Rolle von Medizin und Hilfsorganisationen im Krieg. Beleuchtet wird das Verhältnis von Krieg und Humanität im Hinblick auf aktuelle Konflikte des 21. Jahrhunderts.

Für die Vortragsreihe konnten bekannte Referenten aus Politik und Gesellschaft gewonnen werden. Zur Auftaktveranstaltung am 5. Mai 2009 wurde beispielsweise Rupert Neudeck eingeladen, der Mitbegründer und Vorsitzende des Kommites Cap Anamur / Deutsche Notärzte e.V. und des internationalen Friedenskorps Grünhelme e.V.. Zu den weiteren Gästen der Vortragsreihe gehören u.a. Thomas Gebauer, Geschäftführer der Menschenrechtsorganisation medico international und Co-Gründer der "Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen"(Friedensnobelpreis 1997), Dr. Monika Hauser, Gründerin und Geschäftsführerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, die 2008 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, oder der israelische Militärhistoriker Prof. Martin van Creveld.

Gefördert durch den Arbeitskreis selbstständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

TERMINÜBERSICHT DER GESAMTEN VORTRAGSREIHE
Veranstaltungsort, wenn nicht anders vermerkt:
Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden

05. Mai, Dienstag, 19 Uhr
Flüchtlinge - Tausendfacher Tod ohne Waffen
Rupert Neudeck, Mitbegründer des Komitees Cap Anamur/Deutsche Notärzte e. V., Mitbe-gründer und Vorsitzender des internationalen Friedenskorps Grünhelme e.V., Troisdorf
Einführung: Prof. em. Dr. Wolfgang Sauermann, Neurologe, Vorstandsmitglied der Sächsischen Landesärztekammer

12. Mai, Dienstag, 19 Uhr
Neue Kriege - Neue Waffen - Neue Hilfskonzepte: der Schutz von Menschen in den Kriegen von morgen
Thomas Gebauer, Diplom-Psychologe, Geschäftsführer von medico international, Co-Gründer der "Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen" (Friedensnobelpreis 1997), Frankfurt am Main
Einführung: Annemarie Müller, Ökumenisches Informationszentrum Dresden, Referat Frieden

26. Mai, Dienstag, 19 Uhr
Das humanitäre Dilemma des Roten Kreuzes: Rüsten vor dem Krieg - Helfen im Krieg
Prof. Dr. Dieter Riesenberger, Historisches Institut, Universität Paderborn
Einführung: Christian Holtorf, Leiter Abteilung Wissenschaft, Deutsches Hygiene-Museum Dresden

2. Juni, Dienstag 19 Uhr
Unterstützung für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten
Dr. Monika Hauser, Geschäftsführerin von medica mondiale, Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises 2008, Köln
Einführung: Dr. Kristina Wopat, Leiterin der Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen

9. Juni, Dienstag 19 Uhr
Der Krieg, seine Opfer und der Zeuge: Vom Berichten über Gaza und Westbank, Kosovo und Irak
Dr. Carolin Emcke, Kriegsberichterstatterin , Autorin, Berlin
Einführung: Uwe Peter, außenpolitischer Redakteur der Sächsischen Zeitung, Dresden


16. Juni, Dienstag 19 Uhr
Traumata: Wenn der Einsatz nicht mehr endet
Dr. Karl-Heinz Biesold, Oberstarzt, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Psycho-therapeut, Leiter der Abt. Neurologie und Psychiatrie des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg,
Einführung: Dorothea van Loyen, Abteilung Wissenschaft, Deutsches Hygiene-Museum Dresden

19. Juni, Freitag, 19.30 Uhr
Wem helfen im Notfall?
Triage als Entscheidungshilfe in Kriegs- und Katastrophensituationen
Dr. Martin Gelpke, Notarzt, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Grimma
Einführung: P. Clemens Maaß S.J., Katholische Akademie Dresden

23. Juni, Dienstag, 19 Uhr
Ist Gewalt vermeidbar?
Prof. Dr. Martin van Creveld, Historische Fakultät, Hebräische Universität Jerusalem
Einführung: Dr. Gorch Pieken, Wissenschaftlicher Leiter der Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums, Dresden


24. August, Montag, 19 Uhr
Achtung - Veranstaltungsort diesmal: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Meine Lehrjahre im Vietnamkrieg, Als Kinderchirurg auf dem Hospitalschiff "Helgoland"
Dr. Alfred Jahn, Ruanda, Kigali
Dieser Vortrag ist gleichzeitig Bestandteil der Vortragsreihe "Forum Museum" im
Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Dresden.
Weitere Informationen: http://www.dhmd.de
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