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Symposium 100 Jahre Futurismus

04.05.2009 - (idw) Universität Stuttgart

Die Technisierung und Beschleunigung in der modernen Gesellschaft werden heute häufig beklagt. Vor 100 Jahren jedoch gründete sich eine Bewegung, die eben diese Werte begeistert feierte: Der Futurismus. Inwieweit diese Avantgardebewegung ihre Spuren in der Geschichte, Gesellschaft und Kultur des 20. Jahrhunderts hinterlassen hat, untersucht ein Symposium, das vom Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT)/Italienzentrum der Universität Stuttgart in Kooperation unter anderem mit der Staatsgalerie Stuttgart und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst veranstaltet wird. Die Tagung wird von einem "futuristischen" kulturellen Programm umrahmt und ist eine der wenigen deutschen Veranstaltungen im Internationalen Kalender der Feierlichkeiten zur Gründung des italienischen Futurismus.
Zeit: 13. bis 15. Mai, jeweils ab 9.00 Uhr
Ort: Staatsgalerie Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 30-32, Vortragssaal

"Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: Die Schönheit der Geschwindigkeit". - So hieß es im Gründungsmanifest des Futurismus, das Filippo Tommaso Marinetti am 20. Februar 1909 in der französischen Tageszeitung "Le Figaro" veröffentlichte. Es war die Geburtsstunde der ersten europäischen Avantgarde-Bewegung. Ihr provozierend und forciert vorgetragenes Programm zur Erneuerung und Modernisierung der Künste und der Gesellschaft erlebten enthusiastische Aufnahme, aber auch vehemente Kritik.
Unter dem Titel "100 Jahre Futurismus. Kunst, Technik, Geschwindigkeit und Innovation zu Beginn des 20. Jahrhunderts" zielt das Stuttgarter Symposium darauf ab, die vielfältigen Ausdrucksformen dieser ersten Avantgardebewegung einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland bekannt zu machen und zugleich jene Aspekte kritisch zu beleuchten, die nicht nur das 20. Jahrhundert, sondern auch die Wahrnehmung der modernen Welt nachhaltig beeinflusst haben. Hierzu werden international renommierte Futurismus-Forscher aus Italien und Deutschland erwartet, darunter der Kunsthistoriker Enrico Crispolti und der Politikwissenschaftler Angelo d'Orsi. Giovanni Lista beleuchtet die technologischen Imaginationen der Futuristen, die Theaterwissenschaftler Günter Berghaus und Henry Daniel spüren der Entwicklung zu neofuturistischen Cyber-Performances nach, die Architekten Ezio Godoli und Vincenzo Capalbo stellen die futuristische Idee der Metropole vor und präsentieren ihren preisgekrönten Film "The Futurist Metropolis". Im Foyer der Staatsgalerie hat das Publikum Zugang zur Online-Ausstellung "100 Werke des Futurismus" der Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts Florenz.
Zu den Höhepunkten für die allgemeine Öffentlichkeit dürfte das Konzert "Futurismo & Futurismi" mit dem Florentiner Pianisten Daniele Lombardi am 13. Mai um 20.00 Uhr an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst gehören. Futuristischen Aufruhr lässt auch das Lautspektakel "Parole in Libertà" erwarten, mit dem das Stuttgarter Enseble "Exvoco" am 14. Mai um 20.00 Uhr in der Staatsgalerie gastiert. Zum Abschluss am 15. Mai verblüffen Küchenchef Marco Gast und Studierende der Akademie für Darstellende Kunst die Besucher bei einer "synESSthetischen" Performance mit futuristischer Küche.

Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen und Programm unter http://www.izkt.de/page.php?id=526 sowie bei Dr. Elke Uhl, Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart,
Tel. 0711/685-82379, e-mail elke.uhl@izkt.uni-stuttgart.de
Weitere Informationen: http://www.izkt.de/page.php?id=526 Programm und Anmeldungsdetails
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