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Preis des Auswärtigen Amtes für Modellprojekt "Willkommen an den Augsburger Hochschulen"

23.05.2003 - (idw) Universität Augsburg

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis des Bundesministers des Auswärtigen für exzellente Betreuung ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen nach Berlin und Augsburg. Ausgezeichnet werden das Projekt "Willkommen an den Augsburger Hochschulen" und der Internationale Club der Freien Universität Berlin. Das hat der Deutsche Akademische Austauschdienst heute bekannt gegeben. Die feierliche Preisverleihung wird im Rahmen des DAAD-Stipendiatentreffens am 4. Juli 2003 in Berlin stattfinden.

Mit diesem Preis des Auswärtigen Amtes werden "herausragende Initiativen prämiert, die innovative Lösungen und besonders wirksame Modelle der Beratung und Betreuung ausländischer Studierender entwickelt haben. Die Prämierung und der vorausgehende Wettbewerb stehen im Kontext der Bemühungen der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für den Aufenthalt ausländischer Studierender zu verbessern. Gute fachliche und soziale Betreuung", so heißt es in der Pressemitteilung des DAAD weiter, "ist ein Garant dafür, dass ein Studienaufenthalt in Deutschland nicht nur als akademischer Erfolg, sondern auch als persönliche Bereicherung erlebt wird."

Das nach zweijähriger Vorlaufzeit im April 2002 gestartete und auf zunächst vier Jahre angelegte Modell-Projekt "Willkommen an den Augsburger Hochschulen" geht neue Wege bei der Kooperation zwischen Hochschulen und städtischen Behörden. Universität, Fachhochschule, Musikhochschule, Studentenwerk und die städtische Ausländerbehörde haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und an der Universität eine Außenstelle der städtischen Ausländerbehörde speziell für Studierende und Gastwissenschaftler aus Nicht-EU-Staaten eingerichtet.

AMTLICHE ZUSTÄNDIGKEITEN UND HOCHSCHULSPEZIFISCHE BETREUUNGSAUFGABEN

Neben den amtlichen Zuständigkeiten einer Ausländerbehörde nimmt die permanent besetzte Außenstelle zugleich hochschulspezifische Beratungs- und Betreuungsaufgaben wahr. Den durch interkulturelle Schulungen zusätzlich qualifizierten Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern der Ausländerbehörde steht eine von den Hochschulen und vom Studentenwerk speziell für dieses Projekt eingestellte Mitarbeiterin zur Seite. Sie berät die ausländischen Hochschulgäste in aufenthaltsrechtlichen Fragen und hilft bei der Formulierung oder beim Ausfüllen von Anträgen etc. Auch durch Beratung der Gäste bereits vor ihrer Einreise sowie durch beratenden Kontakt mit den Gastgebern an den Hochschulen schafft die Projektmitarbeiterin die Voraussetzungen für eine reibungslose Abwicklung der aufenthaltsrechtlichen Formalitäten. Zu Semesterbeginn erhält diese Mitarbeiterin Unterstützung durch studentische Hilfskräfte, die den Studienanfängern bei der Erstorientierung in Augsburg, vor allem bei der Wohnungssuche, helfen.

ERMÖGLICHT DURCH DAS BAYERISCHE WISSENSCHAFTSMINISTERIUM, DEN DAAD UND PRIVATE SPONSOREN

Die Stelle der Beraterin wird in der ersten Projektphase aus speziell für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziert; die Stadt Augsburg hat ihre Bereitschaft zur dauerhaften Weiterfinanzierung dieser Stelle nach Ablauf der zweijährigen Befristung signalisiert. Ein Großteil der entstehenden Kosten kann darüber hinaus aus Projektmitteln des DAAD abgedeckt werden, aber auch private Sponsoren haben durch Geld- und Sachspenden die Realisierung des Projekts ermöglicht. Dankend hervorzuheben sind hier insbesondere die ABUS KG, die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Augsburg und Schwaben, die IHK für Augsburg und Schwaben, der Mathematisch-Physikalische Verein der Universität Augsburg e. V., die Niederlassung Augsburg der Siemens AG, die Stadtwerke Augsburg sowie WISOLOG e. V., die wirtschaftswissenschaftliche Absolventenvereinigung der Universität Augsburg.

"AUGSBURGER MODELL" - IN JEDER BEZIEHUNG

Vom Vorsitzenden des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur des Bayerischen Landtags, Dr. Paul Wilhelm, ist das Augsburger Willkommen-Projekt bereits als "Augsburger Modell" anderen Hochschulstädten des Freistaats zur Nachahmung empfohlen worden. Dabei liegt es auf der Hand, dass potentielle Nachahmer ggf. nicht nur auf das Konzept an sich werden zurückgreifen können, sondern auch auf Augsburger "Pilot-Erfahrungen" mit teils banal scheinenden, aber dennoch nicht immer leicht zu lösenden Detail-Problemen, die sich bei der konkreten Umsetzung dieser Idee ergeben können: "Die Vorgaben und Bedingungen, unter denen die Kolleginnen und Kollegen in den städtischen Ausländerbehörden zu agieren haben, mit der Verantwortung zu harmonisieren, die wir an den Hochschulen unseren ausländischen Gästen gegenüber haben - das ist nicht immer einfach, es erfordert enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten auf der Grundlage außergewöhnlichen Engagements, sehr großer Geduld und eines noch längeren Atems", meint Dr. Sabine Tamm, die Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der Universität Augsburg, die eine der Initiatorinnen des Projekts und treibende Kraft bei seiner Realisierung war.

"Nachdem das bayerische Wissenschaftsministerium auf seiner Service-Homepage für ausländische Studierende mit einem Link namens 'Augsburger Modell' explizit auf unser Willkommen-Projekt verweist und Staatsminister Zehetmair erst jüngst bei der Präsentation der bayerischen Hochschulen im Rahmen der Bayerischen Kulturtage in Sofia unser Projekt als beispielhaft und nachahmenswert bezeichnet hat, freuen wir uns nun natürlich auch über diese bundesweite Anerkennung", sagt Tamm weiter, "denn die Probleme, die wir mit unserem Modell lösen oder zumindest erheblich entschärfen können, sind ja in keiner Weise auf Augsburg oder auf die bayerischen Hochschulstandorte beschränkt. Wir haben jedenfalls gezeigt, dass eine solch enge Kooperation zwischen Hochschulen und städtischen Behörden, die unseren ausländischen Gästen hilft und auch uns selbst Reibungsverluste erspart, möglich ist. Und wir würden uns freuen, wenn auch andere Hochschulstandorte von diesen Erfahrungen profitieren könnten."

"... DIE MAN GERNE IN ERINNERUNG BEHALTEN WIRD"

Aus der Sicht des Deutschen Akademischen Austauschdienstes jedenfalls "macht die Hochschul-Betreuungsstelle Studierenden und Wissenschaftlern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Augsburg unbeschwerter; sie schafft", so heißt es in der Pressemitteilung zum Preis des Außenministeriums, "eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Aufenthalt an den Hochschulen einer gastfreundlichen Stadt, die man gerne in Erinnerung behalten und als gute Adresse weiter empfehlen wird."


KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN:

* zum Preis des Bundesministers des Auswärtigen
Dr. Christian Thimme
DAAD / Referat 214
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Telefon 0228/882-643
Fax 0228/882-603

* zum Projekt "Willkommen an den Augsburger Hochschulen"
Dr. Sabine Tamm
Akademisches Auslandsamt
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-5135
Fax 0821/598-5142
sabine.tamm@aaa.uni-augsburg.de
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