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Leopoldina-Präsident Volker ter Meulen erhält Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold 2003

24.05.2003 - (idw) Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Die renommierte Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung in Hamburg ehrt Professor Dr. med. Volker ter Meulen, Institut für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg, zugleich Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, mit der Jung-Medaille für Medizin in Gold 2003 für seine herausragende Lebensleistung.

Volker ter Meulen habe mit seiner Forschung grundlegend zum besseren Verständnis der immunologischen Abwehrreaktionen und der Pathogenese viraler Infektionen des Zentralnervensystems beigetragen. Er habe sich mit außerordentlichem Engagement in Wissenschaftsverwaltung und -politik um die Pflege und Förderung der biologisch-medizinischen Forschung verdient gemacht. Die Medaille ist zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit einem Stipendium in Höhe von 30.000 Euro ausgestattet, das auf Vorschlag des Empfängers der Medaille vergeben wird.

Die Ehrung findet am 23. Mai 2003 um 15.00 Uhr in der Handelskammer Hamburg im Albert-Schäfer-Saal statt.

Volker ter Meulen leitet seit Februar 2003 als 25. Präsident die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina. Sie existiert als Gelehrtengesellschaft seit 351 Jahren und ist damit die älteste ununterbrochen agierende wissenschaftliche Akademie der Welt ist. Mit Volker ter Meulen steht erstmals nach 125 Jahren - seitdem die Leopoldina im Jahr 1878 ihren ständigen Sitz in Halle an der Saale nahm - eine Forscherpersönlichkeit der Akademie vor, die nicht zugleich in Halle an der Saale forscht und lehrt.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie trägt durch die Jahresversammlungen, fachspezifische Meetings und Symposien, monatliche Vortragssitzungen und die vielfältigen persönlichen Kontakte der Mitglieder "zum Wohle des Menschen und der Natur" bei. Ihr gehören etwa 1 000 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben.

Die Leopoldina wird von einem ehrenamtlichen Präsidium geleitet. Präsident Prof. Dr. Volker ter Meulen ist klinischer Virologe und Immunologe aus Würzburg. Vizepräsidenten sind der Psychologie-Professor Dr. Paul B. Baltes (Berlin), der Virologie-Professor Dr. Harald zur Hausen (Heidelberg), und die beiden Chemie-Professoren Dr. Gunter S. Fischer (Halle an der Saale) und Dr. Ernst-Ludwig Winnacker (München). Letzterer ist zugleich Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn. Die laufenden Geschäfte der Leopoldina führt eine Generalsekretärin, die Neurobiologie-Professorin Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug. Die Leopoldina erhält ihre finanziellen Zuwendungen für die satzungsgemäßen Aufgaben zu 80 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zu 20 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt.
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