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Migration und Vertreibung in Afrika südlich der Sahara - Neue Publikation des BICC

07.05.2009 - (idw) Bonn International Center for Conversion (BICC)

Bonn. Die neueste Publikation des BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) dokumentiert die Ergebnisse der internationalen Konferenz "Migration and Displacement in Sub-Saharan Africa. The Security - Migration Nexus II" (13. - 14. Februar 2009, Bonn). Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte Veranstaltung war der Süd-Süd Migration mit dem Schwerpunkt unfreiwillige Migration gewidmet. Im nun veröffentlichten BICC brief 39 stellen Expertinnen und Experten den Forschungsstand dar, fragen nach künftigen Untersuchungsaspekten und diskutieren konkrete politische Handlungsansätze.

"Flucht und Vertreibung, besonders als Folge von bewaffneten Konflikten, können die Entwicklung, Stabilität und Sicherheit der betroffenen Staaten beeinflussen. Sie sind eine große Herausforderung sowohl an das Handeln der Politik auf allen Ebenen als auch an die internationale humanitäre Hilfe", unterstreicht Peter J. Croll, Direktor des BICC, in seinem Vorwort.
Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft waren im Februar 2009 auf Einladung des BICC nach Bonn gekommen, um Ursachen und Erscheinungsformen unfreiwilliger Migration sowie Strategien des "Migrationsmanagements" (migration governance) und der humanitären Hilfe zu diskutieren. Zu den Referenten zählten prominente Vertreterinnen und Vertreter aus der Forschung, den relevanten Ministerien und afrikanischen Regionalorganisationen sowie lokalen und internationalen humanitären Organisationen. BICC brief 39 umfasst Beiträge beispielsweise aus der Sicht der Afrikanischen Union (AU) und der Economic Community Of West African States (ECOWAS), des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, des Internationalen Roten Kreuzes (ICRC), des Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC), Genf, sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der KfW Entwicklungsbank.
"Die Komplexität der Ursachen, Formen und Konsequenzen von unfreiwilliger Migration nicht nur für die betroffenen Menschen und Herkunftsländer, sondern auch für die Transit- und Aufnahmeländer sowie die Vielzahl an Akteuren, die sich mit den daraus resultierenden Problemen beschäftigen, erfordern eine interdisziplinäre Herangehensweise", lautet denn auch eine der Schlussfolgerungen, die Herausgeberin Clara Fischer in BICC brief 39 zieht.
Um eine nachhaltige Strategie zur Verhinderung von Flucht und Vertreibung zu entwickeln, müssten vor allem das bestehende nationale und internationale Recht sowie die lokalen Strukturen gestärkt werden, wird als weiteres Fazit der Konferenz dokumentiert. Schließlich regte die Konferenz ein Umdenken in der Entwicklungszusammenarbeit an - Prävention und die Bearbeitung der Fluchtursachen gehörten deutlicher in den Fokus der internationalen Gemeinschaft.

Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an
Susanne Heinke,
BICC Pressesprecherin
Telefon: ++49-228-911 96 44
Weitere Informationen: http://pr@bicc.de http://www.bicc.de http://www.bicc.de/index.php/publications/briefs/brief-39
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