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Dienstleistungsnetzwerk für eine Spitzentechnologie:

08.05.2009 - (idw) NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Workshop für medizintechnische Unternehmen am NMI Reutlingen Medizintechnik aus Deutschland hat international einen ausgezeichneten Ruf. Nicht umsonst, denn deutsche Medizintechnik-Unternehmen sind hoch innovativ und bieten ihren Kunden keine Ladenhüter: Mehr als die Hälfte ihres Umsatzes werden nach einem Bericht des BMBF aus dem Jahr 2005 mit Produkten erzielt, die weniger als zwei Jahre auf dem Markt sind. Erfreulich ist darüber hinaus die Zahl der Patente in diesem Bereich. Wie auch in der Rangliste der Exporteure medizintechnischer Produkte nimmt Deutschland hier den zweiten Platz hinter den USA ein.
Das Umfeld für Unternehmen der Medizintechnik ist jedoch alles andere als einfach. Erst im Februar 2009 wurde die Novellierung des Medizinproduktegesetzes vom Bundestag verabschiedet. Nach Ansicht des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) sind die Gesetzesänderungen nicht unerheblich. Der Verband kritisiert einen Trend zur zunehmenden Bürokratisierung und zur Angleichung des Medizinproduktrechts an das deutsche Arzneimittelrecht. In der Tat müssen von nun an für Produkte, die Arzneimittel enthalten, sowie für implantierbare Medizinprodukte Prüfungen durchgeführt werden, die den klinischen Prüfungen für Arzneimittel gleichkommen.

Womit sich die Unternehmen aus der Medizintechnik-Branche in Zukunft auseinandersetzen müssen, stand im Zentrum eines Workshops, der am Donnerstag, den 7. Mai, vom NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut Reutlingen veranstaltet wurde.
Maßgeblich bei der Gründung mehrerer medizintechnischer Firmen beteiligt, weiß das NMI, wo die Unternehmen der Schuh drückt. Um den Bedürfnissen der Unternehmen individuell gerecht zu werden, arbeitet das Institut eng mit Partnern zusammen, die neben Kompetenzen in der klinischen Prüfung und der Testung von Materialien vor allem juristisches Know-how mitbringen.

Dazu gehören u.a. das Universitätsklinikum Tübingen, BSL Bioservice GmbH (Planegg) und die SMP GmbH (Tübingen) sowie die auf Zulassungsfragen spezialisierten Beratungsfirmen Schrack & Partner (Tübingen) und Völker & Partner (Reutlingen).
Der Workshop deckte somit nicht nur das ganze Spektrum von der Produktidee bis zur Zulassung und Markteinführung des Produkts ab, sondern konnte zugleich die Leistungsfähigkeit des Netzwerks eindrucksvoll unter Beweis stellen.

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