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Neue Recherche Spezial: Jubiläumsjahr der Nato - Neue Partner in Osteuropa

11.05.2009 - (idw) GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaft

Das Jahr 2009 hält gleich drei runde Jahrestage bereit, die die markanten Wendepunkte der Nato darstellen: Vor 60 Jahren als Bollwerk gegen den Sowjetkommunismus ins Leben gerufen, verschwand vor 20 Jahren mit der Auflösung des Warschauer Paktes das sie konstituierende Feindbild, bevor sie sich vor zehn Jahren nach Ostmitteleuropa ausdehnte. Die Strategien der NATO in Osteuropa, die Beitrittskandidaten und -Interessenten, sowie die daraus resultierenden Beziehungen zwischen Nato und Russland dokumentiert die vorliegende Ausgabe der Recherche Spezial mit aktuellen Literatur- und Forschungsnachweisen . Seit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" und der Aufnahme von Polen, Tschechien und Ungarn 1999 schreitet die Nato-Osterweiterung, sehr zum Unwillen Russlands, weiter voran: 2004 traten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien der Nato bei, im April 2009 werden auf dem Jubiläumsgipfel von Kehl und Straßburg Albanien und Kroatien als Neumitglieder begrüßt. Mit letzterem wird nun erstmals ein Land aus dem ehemaligen Jugoslawien aufgenommen. Das NATO-Engagement begann dort mit dem nicht unumstrittenen Eingreifen in den Bürgerkrieg und reicht heute von der Vorbereitung einer Mitgliedschaft von Bosnien-Herzegowina und Montenegro bis hin zum neutralen Verhältnis zu Serbien.
Eine besondere Position in der Diskussion um eine Nato-Osterweiterung nehmen die ehemaligen Sowjetrepubliken Ukraine und Georgien ein. Während die jeweiligen Staatsführungen eine Mitgliedschaft ausdrücklich anstreben, zeigt sich die Nato in sich gespalten. Deutschland und Frankreich raten mit Blick auf Russland zur Zurückhaltung, die USA jedoch treiben die Aufnahme der beiden Länder - nicht zuletzt aus energiestrategischen Gründen - vehement voran. Zu weiteren Missstimmungen, sowohl innerhalb des Bündnisses als auch in den Beziehungen zu Russland, führten die Verhandlungen von Polen und Tschechien mit den USA über die Installation eines strategischen Raketenabwehrsystems. Nach wie vor lassen sich somit zwischen Russland und der NATO, gerade in Bezug auf den ehemals sowjetischen Einflussbereich, erhebliche Interessenkonflikte ausmachen. Die vorliegende April-Ausgabe der Reihe Recherche Spezial bietet zu diesen Themen, wie auch zu den Konsequenzen des Nato-Beitritts innerhalb der Länder selbst, aktuelle Literatur- und Forschungsnachweise der vergangenen fünf Jahre aus den Datenbanken SOLIS und SOFIS sowie neueste Einträge in den CSA-Datenbanken. Die Nachweise enthalten bibliographische Angaben und kurze inhaltliche Beschreibungen und sind thematisch in sieben Kapitel gegliedert.
Die Ausgaben der Recherche Spezial können als PDF kostenlos heruntergeladen oder als Printausgabe bestellt werden unter:
http://www.gesis.org/recherchespezial

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Das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften hat als zentrale Aufgabe die Unterstützung der sozialwissenschaftlichen Forschung. Zu den GESIS-Dienstleistungen gehören der Aufbau und das Angebot von Datenbanken mit Informationen zu sozialwissenschaftlicher Literatur und zu Forschungsaktivitäten sowie die Erhebung, Archivierung und Bereitstellung von Umfragedaten aus der Sozialforschung. Wichtige Funktionen sind weiterhin die Beratung in Methodenfragen, die Entwicklung komplexer Methoden der empirischen Sozialforschung sowie die eigenständige Dauerbeobachtung der gesellschaftlichen Entwicklungen mit Hilfe dieser Instrumente. GESIS ist an den Standorten Bonn, Köln und Mannheim vertreten und unterhält die GESIS - Servicestelle Osteuropa in Berlin.


Ansprechpartnerinnen:
Anja Wilde,
GESIS - Information Transfer Eastern Europe
anja.wilde@gesis.org
Tel: 030-233611-323

Kerstin Hollerbach
GESIS - Kommunikation
kerstin.hollerbach@gesis.org
Tel: 0621-1246-174
Weitere Informationen: http://www.gesis.org/recherchespezial
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