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Biodiversity Heritage Library for Europe

20.05.2009 - (idw) Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berl

Jeder hat in Zukunft über das Internet die Möglichkeit, sich aus Europas Schatz an wissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften umfangreiche Kenntnisse über unsere Tier- und Pflanzenwelt anzueignen. Möglich wird dies durch das neue dreijährige, von der EU finanzierte Projekt "Biodiversity Heritage Library for Europe". Zur Eröffnungsveranstaltung des Projektes unter Federführung des Museums für Naturkunde Berlin vom 10.-15. Mai 2009 waren mehr als 60 Natur-,
Bibliotheks- und Informationswissenschaftler sowie Computerspezialisten aus 28 Institutionen und 14 Ländern nach Berlin gekommen mit dem Ziel, eine globale Bibliothek des Lebens zu schaffen. Das Wissen über existierende Tier- und Pflanzenarten ist überwiegend in den wissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften der vergangenen Jahrhunderte gebündelt. "Wenn wir zu wenig über die Tiere und Pflanzen unserer Erde wissen, können wir das Artensterben auf unserem Planeten nicht eindämmen und die Biodiversitäts-Konvention der Vereinten Nationen nicht umsetzen", erklärt Henning Scholz, Wissenschaftler am Museum für Naturkunde Berlin und Leiter des Projekts. Der zeitraubende und teure Besuch zahlreicher Bibliotheken ist im Moment die einzige Möglichkeit, alle erforderlichen Werke einzusehen und biologische Grundlagenforschung auf ein breites Fundament zu stellen.
"Biodiversity Heritage Library for Europe" will dieses Problem nun systematisch lösen. Das mit 3,4 Millionen Euro von der EU geförderte Projekt führt bereits digitalisierte Literaturbestände aus ganz Europa in einem gemeinsamen und frei zugänglichen Internetportal zusammen. Innovative Suchfunktionen ermöglichen den schnellen Zugriff auf die benötigten Informationen. Durch die mehrsprachige Oberfläche kann jeder Nutzer das Portal in seiner Muttersprache nutzen. Neben dem Fachportal wird die Literatur auch über das Portal der europäischen digitalen Bibliothek EUROPEANA verfügbar sein. Zum ersten Mal hat damit auch
die breite Öffentlichkeit, Amateure sowie Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft einen uneingeschränkten Zugang zu dieser wichtigen Informationsquelle. Jeder kann sich in Zukunft aus erster Hand über die Tiere und Pflanzen der Heimat informieren, seltene Originalarbeiten großer Naturforscher wie Charles Darwin oder Alexander von Humboldt einsehen oder handkolorierte Zeichnungen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert bewundern. Naturschutzorganisationen wird ein Werkzeug in die Hand gegeben, seltene oder gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erkennen und deren Verbreitung zu ermitteln, um Schutzmaßnahmen zukünftig besser steuern zu können.

Fotos erhalten Sie unter: http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Biobibliothek
Fotocredit: wenn nicht anders angegeben "Museum für Naturkunde Berlin"

Kontakt:
Dr. Henning Scholz, Paläontologe, Tel. +49(0)30 2093 8864, Fax. +49(0)30 2093 8868, e-mail. henning.scholz@mfn-berlin.de; http://www.naturkundemuseumberlin.
de/mitarbeiter/mitarbeiter.asp?path=aboutus&name=Henning.Scholz
Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914, e-mail gesine.steiner@mfn-berlin.de; www.naturkundemuseum-berlin.de

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