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Gesundheitsmonotoring Asse gestartet

22.05.2009 - (idw) Bundesamt für Strahlenschutz

Strahlenbelastung aller Beschäftigten wird geprüft Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat damit begonnen, die Strahlenbelastung aller ehemaligen und derzeitigen Beschäftigten des Endlagers für radioaktive Abfälle Asse aufzuarbeiten. "Wir wollen mit dem Gesundheitsmonitoring herausfinden, ob die Krebs- und Leukämieerkrankungen von ehemaligen Asse-Mitarbeitern mit ihrer beruflichen Strahlenbelastung zusammenhängen ", sagte der BfS-Sprecher Werner Nording.

Das BfS als neuer Betreiber der Asse wird alle verfügbaren Dosismessungen sammeln, dokumentieren und auswerten. Mit diesen Informationen will das BfS Betroffene unterstützen, bei den Berufsgenossenschaften einen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung prüfen zu lassen. Darüber hinaus wird das BfS das Monitoring nutzen, um seiner Verantwortung als neuer Betreiber der Asse insbesondere auch gegenüber den derzeit Beschäftigten besser gerecht werden zu können.

Das BfS will alle relevanten Daten von Asse-Mitarbeitern sichten, die dort seit der Einlagerung von atomaren Abfällen im Jahr 1967 beschäftigt waren. Hierzu gehören insbesondere die Ergebnisse der bisherigen Dosismessungen sowie Angaben zu Arbeitszeiten unter Tage. Ebenso werden Daten zu radioaktiven Verunreinigungen in der Grubenluft und der Grube selbst ausgewertet. Stichprobenartig werden zusätzlich einzelne Beschäftigte zur früheren Arbeits- und Strahlenbelastungssituation befragt. "Unser Ziel ist es, einen möglichst guten Überblick über die berufliche Strahlenbelastung der Beschäftigten zu bekommen", sagte der Sprecher. Das Gesundheitsmonitoring wird unter strikter Wahrung des Datenschutzes und in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat erarbeitet.

Einbezogen in die Untersuchung werden alle Personen, die von 1967 bis heute mehr als vier Wochen unter Tage gearbeitet haben oder über Tage Umgang mit den radioaktiven Abfällen auf der Schachtanlage Asse II hatten. Das Gesundheitsmonitoring Asse soll voraussichtlich bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden in einem Abschlussbericht vorgelegt.

Das Gesundheitsmonitoring Asse wird von einer Projektgruppe des BfS durchgeführt. Darin werden die Fachleute des Bundesamtes ihre Kompetenz aus den Bereichen des beruflichen Strahlenschutzes, der Deutschen Uranbergarbeiterstudie und der Bewertung gesundheitlicher Strahlenrisiken einbringen.

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