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Collective Action and the Commons: Elinor Ostrom an der Frankfurt School

26.05.2009 - (idw) Frankfurt School of Finance & Management

Die Politikwissenschaftlerin Professor Dr. Elinor Ostrom hält am Freitag, 19. Juni 2009, 17:30 Uhr, einen Vortrag an der Frankfurt School of Finance & Management (Raum 20) "Collective Action and the Commons" lautet ihr Thema. Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme daran ist kostenfrei.
Wir laden Sie herzlich ein:

Prof. Dr. Elinor Ostrom: Collective Action and the Commons
Freitag, 19. Juni 2009, 17:30 Uhr
Frankfurt School of Finance & Management, Raum 20
Sonnemannstraße 9-11, 60314 Frankfurt am Main

Bitte melden Sie sich online an
http://www.frankfurt-school.de/content/de/news/newsfolder/2009/06/19092009_v

Elinor Ostrom ist Inhaberin der Arthur F. Bentley Professur für Politische Wissenschaften und Ko-Direktorin des Workshops "Politische Theorie und Politische Analyse" an der Indiana University in Bloomington. Darüber hinaus hat sie dort eine Professur für Public and Environmental Affairs inne; sie ist Ko-Direktorin des ebenfalls an der Indiana University angesiedelten "Center for the Study of Institutions, Population, and Environmental Change" (CIPEC). Elinor Ostrom war unter anderem Präsidentin der American Political Science Association, der Public Choice Society und hat neben zahlreichen Ehrendoktorwürden auch eine Vielzahl bedeutender wissenschaftlicher Preise erhalten. Dies ist Ausdruck der Tatsache, dass sie auf ihren Forschungsgebieten der Gemeinschaftsgüter und der Institutionentheorie zu den international führenden Persönlichkeiten gehört.

Seit vielen Jahren analysiert Elinor Ostrom Probleme bei der Nutzung von "Common Pool Resources", also Allmendegütern wie gemeinschaftlich genutzte Fischgründe, Grundwasservorkommen, Weiden, Waldgebieten oder auch die Erdatmosphäre. In der ökonomischen Theorie stehen Allmendegüter zwischen öffentlichen und privaten Gütern. Einzelpersonen können kaum von ihrer Nutzung ausgeschlossen werden. Das haben sie mit öffentlichen Gütern gemeinsam. Wie bei privaten Gütern besteht aber bei Allmendegütern eine Rivalität im Konsum: Der Ressourcenverbrauch eines Individuums beschränkt die Konsummöglichkeiten der anderen. Daraus ergibt sich, dass unkoordiniertes und eigeninteressiertes Handeln der Individuen zur übermäßigen Nutzung der Ressource führt - die "Tragik der Allmende".

Theoretisch, in Experimenten und in empirischer Feldforschung untersucht Elinor Ostrom, wie Individuen diesem Problem durch Selbstorganisation und -verwaltung dezentral entgehen können. Dabei kooperiert sie mit Forschern aus verschiedenen Disziplinen wie Politikwissenschaft, Ökonomie, Psychologie und Anthropologie oder nimmt deren Erkenntnisse in ihre Arbeiten auf. 1990 legte sie ihr weit beachtetes Buch "Governing the Commons" vor, das neun Jahre später unter dem Titel "Die Verfassung der Allmende: Jenseits von Markt und Staat" auf Deutsch erschien.

2005 differenzierte sie ihren theoretischen Rahmen, das "Institutional Analysis and Development Framework", weiter aus. Ihr Buch "Understanding Institutional Diversity" erschien in diesem Jahr. "Institutionen" werden verstanden als jene Regelmäßigkeiten, anhand derer Menschen ihr Zusammenleben organisieren und strukturieren - keineswegs nur bei der Nutzung natürlicher Ressourcen, sondern auch in familiären Zusammenhängen oder auf Gütermärkten. Es geht um eine universelle Theorie, mit der menschliches Verhalten in verschiedensten Kontexten erklärt, verstanden und vorhergesagt werden kann. Die Überwindung komplexer sozialer Dilemma-Situationen bei der Nutzung von Allmendegütern stellt dafür nur noch ein, wenn auch zentrales Anwendungsgebiet dar. Entscheidend ist vielmehr die Möglichkeit der Erfassung von sozialen Interaktionen in ihrer ganzen Vielfalt.

Weitere Informationen zu Elinor Ostrom finden Sie unter:
http://www.cogs.indiana.edu/people/homepages/ostrom.html

Kontakt
Angelika Werner
Frankfurt School of Finance & Management
Tel. 069 154 008 708
Mobil 0173 7250905
Mail a.werner@frankfurt-school.de
Weitere Informationen: http://www.frankfurt-school.de/content/de/news/newsfolder/2009/06/19092009_v
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