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In der Krise auf Innovation setzen

27.05.2009 - (idw) Fachhochschule Joanneum

Auch wenn die Lage der Automobilindustrie nicht rosig ist, blickt Magna-Steyr-Chef Günther Apfalter optimistisch in die Zukunft. Wie der Automobilzulieferer die Krise bewältigt, verriet der Vorstandsvorsitzende auf Einladung des Studiengangs "Industrial Management / Industriewirtschaft" an der FH JOANNEUM Kapfenberg. "Innovation ist notwendig, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen", brachte Günther Apfalter das Rezept von Magna Steyr auf den Punkt. In seinem Vortrag im Rahmen der Reihe "Unternehmensführung in der Praxis" des Studiengangs "Industrial Management / Industriewirtschaft" erläuterte Apfalter die Strategie für sein Unternehmen.

Klare Strategie

Die weltweite Produktion von Autos ist massiv eingebrochen. Wurden voriges Jahr noch 71 Millionen Kraftfahrzeuge hergestellt, werden es heuer voraussichtlich nur 58 Millionen sein. Apfalter prognostiziert, dass die westeuropäische Automobilindustrie das hohe Produktionsniveau in Zukunft nicht werde halten können. Die Anzahl der Markenhersteller und Zulieferer werde sich konsolidieren. "Überleben werden daher jene, die sich eine gute Basis geschaffen haben." Dazu zähle auf alle Fälle Magna, auch wenn sich der Automobilzulieferer in einer "Sandwich-Position" zwischen den Automobilherstellern als Kunden einerseits und den Rohstofflieferanten andererseits befinde.

Dieser Herausforderung begegnet Magna Steyr mit einer Konzentration auf wachsende innovative Marktsegmente. So möchte der Konzern wahrscheinlich ab 2013 die Serienproduktion eines Elektroautos in Graz starten. Bis dahin gelte es, die Batterien für diese Fahrzeuge weiterzuentwickeln. Bei den Kosten setzt das Unternehmen auf schlanke Strukturen und Prozesse sowie effektiv eingesetzte Entwicklungsausgaben. Um für die Mobilität der Zukunft gerüstet zu sein, habe der der Konzern das Entwicklungsbudget von 30 Millionen Euro nicht reduziert. Auch was die Finanzen betrifft, sieht Apfalter bei seinem Unternehmen eine gute Basis: "Magna hat keine Schulden, deshalb trauen wir uns auch den Einstieg bei Opel zu." Schließlich gelte es, diese Strategie "mit Hilfe des besten Humankapitals diszipliniert auszuführen".

Erfolgreiche Vortragsreihe

Der Studiengang "Industrial Management / Industriewirtschaft" lädt in seiner Reihe "Unternehmensführung in der Praxis" bereits das elfte Jahr Top-ManagerInnen führender Industrieunternehmen ein. Bislang fanden über 45 Vorträge vor insgesamt über 5000 Gästen statt. Damit verfolgt Studiengangsleiter Martin Tschandl auch das Ziel, "Informationen über das aktuelle Wirtschaftsgeschehen durch renommierte Vortragende an Studierende, Wirtschaftspartner und interessierte Gäste zu vermitteln."

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