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Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Katalyseforschung in der Chemie

01.06.2009 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Dritte Förderperiode für den Sonderforschungsbereich 623 - Fördermittel in Höhe von sieben Millionen Euro Der Sonderforschungsbereich "Molekulare Katalysatoren: Struktur und Funktionsdesign" wird seine erfolgreiche Arbeit an der Universität Heidelberg für weitere vier Jahre fortsetzen: Nach positiver Begutachtung durch ein internationales Gutachtergremium hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) dafür Mittel in Höhe von rund sieben Millionen Euro bewilligt. Im Mittelpunkt des SFB 623, der im Jahr 2002 an der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften eingerichtet wurde, steht die interdisziplinär angelegte Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Katalyse. Die dritte Förderperiode beginnt am 1. Juli 2009.

Ziel der Arbeiten am SFB 623 ist es, aus dem Verständnis von Struktur und Funktionsweise von Molekülen neue Wege zum rationalen Design und zur Realisierung neuartiger, Energie und Ressourcen schonender Katalysatoren zu entwickeln. Das Spektrum der Forschungsthemen reicht von der Biokatalyse in der lebenden Zelle bis zur großtechnischen Synthese von Basischemikalien. Beteiligt sind Wissenschaftler und technisches Personal der Chemischen Institute und des Instituts für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, die mit Experten des Max-Planck-Instituts für Medizinische Forschung in Heidelberg sowie mit Wissenschaftlern des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen und der Biophysikalischen Chemie an der Universität des Saarlandes zusammenarbeiten.

"Die uneingeschränkt positive Entscheidung der DFG bedeutet für die Heidelberger Chemie eine Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen auf dem Gebiet der molekülchemisch orientierten Katalyseforschung, die einen der Schwerpunkte unserer Fakultät in Forschung und Lehre darstellt. Sie belegt zugleich einmal mehr die herausragende Stellung Heidelbergs unter den forschungsstärksten universitären Chemiestandorten in Deutschland", so SFB-Sprecher Prof. Dr. Peter Hofmann vom Organisch-Chemischen Institut. "Die Förderentscheidung für 2009 bis 2013 ermöglicht der Chemie weiterhin innovative Katalyseforschung unter hervorragenden apparativen, institutionellen und personellen Rahmenbedingungen, die uns auch im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig hält. Für die besten Wissenschaftler und Nachwuchskräfte werden wir weiterhin ein attraktiver Standort sein."

Der Sonderforschungsbereich 623 ist darüber hinaus von Bedeutung für CaRLa: Das seit 2006 gemeinsam mit dem Unternehmen BASF betriebene Catalysis Research Laboratory ist Teil des "Industry on Campus"-Konzepts in der Exzellenzstrategie der Universität Heidelberg. "Hier sind zusätzliche Synergien und Kooperationen möglich geworden, die auch weit über die erfolgreiche Begutachtung unseres SFB-Antrags eine sehr positive Rolle spielen", betont der Rektor der Ruperto Carola, Prof. Dr. Bernhard Eitel.

Die Grundausstattung des Sonderforschungsbereichs wird aus Mitteln der Universität und des Stuttgarter Wissenschaftsministeriums verstärkt. Damit stehen dem SFB bis Mitte 2013 insgesamt rund acht Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Sponsorengelder der BASF, die unter anderem die im zweijährigen Turnus gemeinsam ausgerichtete internationale Tagung "Heidelberg Forum of Molecular Catalysis" unterstützt. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr am 6. November stattfinden.

Die Universität Heidelberg ist Koordinator von sieben Sonderforschungsbereichen und einem Transregio, zudem ist sie an acht SFB und einem Transregio beteiligt. Dazu gehört auch der SFB/TR23 "Vascular Differentiation and Remodeling", der jetzt in einer zweiten Förderperiode von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wird.


Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Peter Hofmann
ph@oci.uni-heidelberg.de

Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Irene Thewalt
Tel. 06221 542310, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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