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Bundesweit einmaliges Projekt zur Verzahnung von Kunst und Therapie

05.06.2009 - (idw) Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Künstler der BTU Cottbus arbeiten mit der Klinikum Niederlausitz GmbH an einem anregenden Wohlfühl-Ort für Patientinnen und Patienten
Einweihung der Raumplastik von Prof. Jo Achermann am Mittwoch, 10. Juni,
11 Uhr, Klinikum Niederlausitz, Senftenberg Bislang im Verborgenen entwickelt sich in der Klinikum Niederlausitz GmbH in Zusammenarbeit mit Prof. Jo Achermann und seinem Team von der BTU Cottbus ein einzigartiges Zusammenspiel von Kunst und Therapie. Am Mittwoch, 10. Juni 2009, weiht das Klinikum um 11 Uhr ein Kunstwerk von Jo Achermann im Beisein der brandenburgischen Gesundheitsministerin Ziegler ein, das im Rahmen von Baumaßnahmen im Klinikbereich Senftenberg entstanden ist.
Das Besondere der Gestaltung entsteht durch den intensiven Informations- und Gedanken-austausch zwischen der studentisch-künstlerischen Gruppe um Jo Achermann mit den Patienten, dem Pflegepersonal, der Klinik-Geschäftsführung und den Mitarbeitern aus der klinikeigenen Bauabteilung. So entstand seit 2001 eine Reihe von baulichen Umgestaltungen, die den Patienten wie auch Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern ein neues Raum- und Lebensgefühl im Krankenhaus vermitteln. Der Bildhauer Jo Achermann sagt: "Für mich war bei dem ganzen Projekt ungeheuer wichtig, dass der Kranke an einen Ort kommt, wo er sich wohlfühlt."
Das jüngste Projekt von ihm ist die Gestaltung der repräsentativen Eingangshalle für Patienten und Besucher des Klinikums in Senftenberg. Hier hat der Schweizer Bildhauer Jo Achermann, der an der BTU seit 1994 die Professur Plastisches Gestalten inne hat, eine Raumplastik entworfen, die aus drei vier-Meter-hohen Säulen besteht. Diese werden bei der Einweihung mit den ersten 30 Holzscheiben bestückt, auf denen die Mitarbeiter ihre Wünsche für das Klinikum notiert haben. Die persönlichen Beschriftungen sind nicht sichtbar, lediglich der Rand der im Durchmesser 50 bis 60 cm großen Scheiben werden die Namen der Mitarbeiter tragen.
Die Geschäftsführerin der Klinikum Niederlausitz GmbH, Simone Weber, sagt zum Wirken von Jo Achermann, seinen Mitarbeitern und den BTU-Studierenden: "Die Kunst von Jo Achermann und seinem Team ist nicht bloße Gestaltung, sie ist visuell und haptisch vor Ort erlebbar. Kunst und Therapie sind in diesen Arbeiten und an diesen Orten so weit verzahnt, wie es bundesweit und darüber hinaus seines gleichen sucht."
Zu den bislang schon von Prof. Jo Achermann und seinem Team umgestalteten Gebäuden gehört die Kinderklinik (2001), die Geriatrie in Lauchhammer (2003) sowie die Psychiatrie in Senftenberg, die am 18. August 2009 eingeweiht wird. Die Studierenden entwickelten zum Beispiel Ideen für textile Handläufe, um die Sensorik von älteren Menschen zu aktivieren oder Deckenbilder über den Betten für Dauerpflegepatienten. In der Kinderklinik zieht sich das farbenfrohe Kreiselement als roter Faden durch die Gestaltung der Flure und Räume. "Das Authentische, Selbstgestaltete und Individuelle all dieser künstlerischen Arbeiten schlägt sich in der Gesamtatmosphäre der Klinikbereiche, der Patientenzimmer, der Flure, Aufenthaltsräume nieder. Unsere Patienten, aber auch Besucher und das Krankenhauspersonal fühlen sich hier sehr wohl" sagt Dr. med. Frank-Frieder Schiefer Chefarzt der Klinik für Psychiatrie des Klinikums Niederlausitz.

Fotos können zur Verfügung gestellt werden.

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