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Erstes Hauttumorzentrum in Mecklenburg-Vorpommern (Greifswald)

08.06.2009 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Kompetenznetzwerk als drittes Krebszentrum am Uniklinikum zertifiziert

Gefördert von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft entstehen derzeit in Deutschland an verschiedenen Standorten hoch spezialisierte Hauttumorzentren, die strengen Prüfkriterien, fachlichen Voraussetzungen und Qualitätsanforderungen unterliegen. Nur Zentren, die umfangreiche Begutachtungsverfahren durch eine Expertenkommission durchlaufen haben, dürfen den Titel "Zertifiziertes Hauttumorzentrum" führen. Das Hauttumorzentrum in Greifswald gehört zu den ersten von Onkozert anerkannten fünf Zentren deutschlandweit neben Erfurt, Heidelberg, Münster-Hornheide und Leipzig.

In Greifswald gibt es bereits seit 2004 das Interdisziplinäre Brustzentrum (IBZ) und seit Februar das Zertifizierte Darmkrebszentrum. Das Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft ist die flächendeckende Einführung von onkologischen Zentren, in denen Krebspatienten qualitativ hochwertig versorgt werden. Das Hautkrebszentrum wird vom Stellvertretenden Klinikdirektor und Oberarzt an der Universitätshautklinik, Dr. Andreas Arnold (Foto), geleitet. Hauptbehandlungspartner sind die Klinik und Poliklinik für Chirurgie, das Institut für Radiologie, die Klinik für Strahlentherapie, die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin C (Hämatologie/Onkologie). Weitere Fachabteilungen wie beispielsweise die HNO-Klinik, die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und die Nuklearmedizin werden bei Bedarf hinzugezogen. Zum Kooperationsnetzwerk gehören auch die niedergelassenen Ärzte.

Zentren bündeln Kompetenzen in der Krebstherapie

"Das Hauttumorzentrum bietet den Patienten in Kooperation mit den beteiligten Partnern und niedergelassenen Fachärzten umfassende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten unter einem Dach. Für jeden an einem Hauttumor erkrankten Patienten wird ein individueller Diagnostik- und Therapieplan nach den gültigen Leitlinien erstellt", erläuterte Dr. Andreas Arnold die Vorteile für die Patienten. Alle Betroffenen mit fortgeschrittenem Tumorleiden werden einem breiten Expertenkreis verschiedener Fachrichtungen in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. Auch niedergelassene Mediziner können ihre Patienten in die Tumorkonferenz einbringen. Darüber hinaus besteht in besonderen Belastungssituationen das Angebot, spezielle psychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen oder Zugang zu einer Selbsthilfegruppe zu erhalten. Die Patienten profitieren unmittelbar vom medizinischen Fortschritt, indem sie bei Interesse an klinischen Studien teilnehmen können. "Die Zufriedenheit der Patienten, der Hausärzte oder Hautärzte wird systematisch erfasst und ausgewertet. Die Behandlungsergebnisse werden transparent dargestellt", unterstrich der Zentrumsleiter.

Die Häufigkeit von Hautkrebs hat in Europa in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. In den westlichen Industrienationen erkrankt im Laufe seines Lebens statistisch jeder zweite Hellhäutige an Hautkrebs. In Deutschland wird jährlich bei etwa 140.000 Menschen Hautkrebs diagnostiziert; etwa 2.500 Männer und Frauen sterben pro Jahr an dem im Gegensatz zum "weißen Hautkrebs" seltener auftretenden bösartigen "schwarzen Hautkrebs" (malignen Melanom). Je früher Hautkrebs erkannt und behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen für die Betroffenen. An der Hautklinik in Greifswald werden jährlich mehr als 500 Menschen mit verschiedenen Formen von Hautkrebs behandelt.

Weitere Infos:

http://www.hauttumorzentrum-greifswald.de


http://www.krebsgesellschaft.de

Ansprechpartner Universitätsklinikum Greifswald
Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten
Direktor: Prof. Dr. Michael Jünger
Leiter Hautkrebszentrum: Ltd. OA Dr. Andreas Arnold
Fleischmannstraße 42 - 44, 17487 Greifswald
T +49 3834 86-67 70
E juenger@uni-greifswald.de
E andreas.arnold@uni-greifswald.de
http://www.klinikum.uni-greifswald.de

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