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Immigration and the Welfare State

10.06.2009 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

In der gesellschaftlichen Debatte über die Einwanderung werden MigrantInnen häufig als Bedrohung für den Wohlfahrtsstaat angesehen. In ihrem Vortrag am 17. Juni 2009 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) geht Diane Sainsbury, Politologin und Marie-Jahoda-Gastprofessorin der Ruhr-Universität Bochum, hingegen der Frage nach, wie sich der Wohlfahrtsstaat auf die wirtschaftliche Lage und die Integration der ImmigrantInnen auswirkt. Gefördert wird die Marie-Jahoda-Gastprofessur vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW und dem KWI. Die international vergleichende Forschung zu Wohlfahrtsstaaten hat bis vor Kurzem der Einwanderung und der Frage nach den sozialen Rechten der ImmigrantInnen wenig Beachtung geschenkt. Die aktuelle Debatte konzentriert sich vornehmlich auf die Herausforderungen der Einwanderung an den Wohlfahrtsstaat, welche implizit als Bedrohung wahrgenommen wird. Im Gegensatz dazu untersucht Diane Sainsbury den Einfluss des Wohlfahrtsstaates auf die wirtschaftliche Lage und die Integration der ImmigrantInnen. Sie stellt verschiedene Typen von Wohlfahrtsstaaten dar und geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Politik auf die sozialen Rechte dieser Gruppe hat und wie ImmigrantInnen im Vergleich zu deutschen BürgerInnen im Wohlfahrtsstaat gestellt sind.

Prof. Dr. Diane Sainsbury, emeritierte Politologin der Universität Stockholm, ist im Sommersemester 2009 Marie-Jahoda-Gastprofessorin der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Wahl- und Partizipationsverhaltens, in der Parteienforschung und der Analyse von Wohlfahrtsstaaten und Sozialpolitik. Sainsbury prägte die europäische politikwissenschaftliche Geschlechterforschung entscheidend und brachte bereits 1986 das Thema Frauen und Politik in das European Consortium for Political Research ein.

Die Marie-Jahoda Gastprofessur für Internationale Frauenforschung an der Ruhr-Universität Bochum wurde 1994 eingerichtet, um die internationale Ausrichtung und Kooperation durch Impulse in Forschung und Lehre voranzutreiben. Inzwischen hat sich die Marie-Jahoda Gaststprofessur zu einem festen Bestandteil der Frauen- und Geschlechterforschung in NRW und bundesweit entwickelt. Das hohe wissenschaftliche und öffentliche Interesse an den jeweiligen GastprofessorInnen zeugt vom Erfolg und der Notwendigkeit internationaler und interdisziplinärer Perspektiven. Die Gastprofessur wurde mit der großzügigen Förderung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW eingerichtet, das KWI gehört auch zu den Förderern. Sie ist im Studiengang "Gender Studies - Kultur, Kommunikation, Gesellschaft" und im Netzwerk Frauenforschung NRW verankert.

Datum: 17. Juni 2009, 18:30 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen

Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Kontakt:
Melanie Trommer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der Marie-Jahoda-Gastprofessur, Ruhr-Universität Bochum,
Tel. 0234 32-22986, melanie.trommer@rub.de

Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-207.html
http://www.rub.de/jahoda

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.


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