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NS-Architektur, Macht und Symbolpolitik - Symposium an der Uni Stuttgart

10.06.2009 - (idw) Universität Stuttgart

Architektur und Städtebau spielten in der Selbstdarstellung des nationalsozialistischen Regimes eine Schlüsselrolle. Entsprechend war auch ihre macht- und symbolpolitische Bedeutung. Architektur galt als jenes "Wort aus Stein", durch das der "Führer" zu seinem Volk sprach. Doch das NS-Baugeschehen erschöpfte sich keineswegs in der anfänglich dominierenden Blut- und Boden-Architektur und neoklassizistischen Staats- und Repräsentationsbauten. Forschungsarbeiten haben bereits seit den 1980er Jahren die Aufmerksamkeit auf die große Bedeutung funktionalistischer, zum Teil "moderner" Planungskonzepte und Zweckarchitekturen gelenkt. In jüngster Zeit entstanden auf der Basis neu erschlossener Archivbestände und Nachlässe neue Arbeiten, mit denen bisherige Forschungslücken geschlossen werden konnten. Dazu zählen beispielsweise Arbeiten zu NS-Planungsinstitutionen wie der Deutschen Arbeitsfront oder der Deutschen Wohnungsakademie, zu NS-Planungspolitiken im Osten oder im Elsass, zu Architekten wie Paul Bonatz, dem Büro Rimpl oder dem Olympischen Dorf von 1936 sowie unter anderem zur Stuttgarter Architekturschule. Um diese Themen geht es am 19. und 20. Juni bei einem hochkarätig besetzen Symposium an der Universität Stuttgart zum Thema "NS-Architektur, Macht und Symbolpolitik". Veranstalter sind das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT), das Institut für Wohnen und Entwerfen (IWE) und das Historische Institut der Universität Stuttgart in Kooperation dem Fachgebiet Geschichte und Theorie der Architektur der TU Darmstadt. Zum Auftakt geben die Stuttgarter Wissenschaftler Tilman Harlander (IWE) und Wolfram Pyta (Historisches Institut) eine Einführung in das Thema. Das Programm finden Sie unter http://www.uni-stuttgart.de/izkt/
Zeit: 19. und 20. Juni, Beginn am 19. Juni um 13.00 Uhr
Ort: Campus Stadtmitte, Universitätsbibliothek Stuttgart, Holzgartenstr. 16

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