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Mehr Innovationskraft für Unternehmen im Weserbergland

11.06.2009 - (idw) Leibniz Universität Hannover

Die PZH GmbH des Produktionstechnischen Zentrums und die Weserbergland AG setzen sich im Innovationsberatungs-Wettbewerb des Bundes durch Das Projekt "InnoRegion Weserbergland plus - Innovationsmanagement für kleine Unternehmen" geht an den Start - und etwa 30 Unternehmer dieser Region folgten der Einladung der Weserbergland AG und nutzten die Gelegenheit, am gestrigen Mittwoch, 10. Juni 2009, das Produktionstechnische Zentrum (PZH) der Leibniz Universität auf einer Exkursion kennenzulernen. Vertreter der PZH GmbH und Weserbergland AG erläuterten in diesem Rahmen auch Details ihres gemeinsamen Beratungsangebots für die Modellregion "Weserbergland plus" - dazu gehören die Landkreise Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Nienburg.

Mit ihrem Konzept hatten sich die beiden Kooperationspartner beim Wettbewerb "Innovationsmanagement für kleine Unternehmen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie beworben und waren erfolgreich: Etwa 100.000 Euro fließen nun bis 2013 jedes Jahr in innovationsfördernde Beratung und Umsetzungsbegleitung für die gut 2000 kleinen und mittleren Unternehmen der Modellregion. Diese Unternehmen sollen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten angeregt und unterstützt werden, eigene Innovationspotenziale zu erkennen und auch zu realisieren.

Für wen kommt eine solche Beratung in Frage? Dipl.-Ing. Jens Gue, der als Geschäftsführer der PZH GmbH seit einigen Jahren auf dem Gebiet Technologietransfer und Innovationsberatung zwischen Hochschulwissen und unternehmerischen Belangen zu Hause ist, versucht, das Abstrakte vorstellbar zu machen: "Wenn ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern seit 20 Jahren Einkaufskörbe aus Draht produziert, aber klar ist, dass in kürzester Zeit nur noch Kunststoffkörbe verkauft werden können, muss es sich quasi neu erfinden. Also neue Produkte aus Draht oder aber Körbe aus Kunststoff herstellen." Dann hilft der qualifizierte Blick von außen - oder genauer: die externe technische und technologische Expertise, die die PZH GmbH verkörpert, und die kaufmännische Expertise der Weserbergland AG -, um personelle und technische Ressourcen zu erkennen, neue Ideen zu entwickeln und die Marktchancen zu prüfen.

Aber auch das Unternehmen, das eine teure Werkzeugmaschine angeschafft hat und nun Produktionsabläufe innerhalb der Werkhallen umstellen muss, profitiert von der Beratung. Gerade in diesem - realen - Beispiel zeigt sich der große Vorteile der PZH GmbH in diesem Sektor. Denn als Teil des Produktionstechnischen Zentrums der Leibniz Universität Hannover finden die GmbH-Mitarbeiter die richtigen Experten oft gleich nebenan - etwa am Institut für Fabrikanlagen und Logistik, wenn es wie hier um die Optimierung der Prozesse in Werkhallen geht.

Unternehmen, die sich beraten lassen möchten, bekommen zunächst Besuch eines PZH-GmbH- oder Weserbergland-AG-Mitarbeiters. Einen halben Tag nimmt sich der Berater oder die Beraterin Zeit, die Situation kennenzulernen und erste Vorschläge zu entwickeln. Diese Initialberatung wird komplett aus Fördermitteln finanziert und ist für das Unternehmen kostenlos. Erst in den nächsten drei Förderstufen tragen die Unternehmen einen Teil der Kosten - jeweils etwa die Hälfte. In der ersten Förderstufe stehen eine ausgiebige Analyse der Ist-Situation und - falls schon Ideen vorhanden sind - eine Machbarkeitsstudie im Mittelpunkt. In den Förderstufen 2 und 3 wird ein Realisierungskonzept erarbeitet beziehungsweise die Realisierung bis zum Markteintritt begleitet.
Am Ende der Exkursion zeigten sich die Unternehmer überzeugt. Nicht nur von den positiven Entwicklungsmöglichkeiten, die eine Beratung für ihr Unternehmen eröffnen kann, sondern auch vom Potenzial, das das PZH als Partner im Hintergrund ihnen bietet.
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Zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH):
Das PZH ist 2004 aus der Idee der Leibniz Universität Hannover entstanden, Hochschulforschung, Industrie und Unternehmen der Produktionstechnik zusammenzusammenzubringen. So haben sich jene sechs Institute der Fakultät für Maschinenbau, die sich mit Produktionstechnik und Logistik beschäftigen, gemeinsam mit der PZH GmbH und zahlreichen Unternehmen zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover zusammengeschlossen. Die GmbH als Universitätstochter übernimmt neben der Verwaltung des neuen Zentrums in Garbsen zahlreiche Aufgaben im Bereich Technologietransfer und Gründerberatung. Zurzeit arbeiten im PZH etwa 450 (Ingenieur-)Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Angestellte in Technik und Verwaltung; außerdem rund 400 studentische Hilfskräfte. Das PZH ist eine Lehr- und Forschungsstätte, in der Grundlagen- und industrielle Auftragsforschung gleichermaßen auf höchstem, internationalem Niveau betrieben werden. Seit 2004 hat das PZH mehr als 85 Millionen Euro Drittmittel eingeworben.


Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen der Geschäftsführer der PZH GmbH, Dipl.-Ing. Jens Gue, unter Telefon +49 511 762 4874 oder per E-Mail unter gue@pzh-gmbh.de zur Verfügung.

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