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Erfolge der Grundschule und die Professionalität der Grundschullehrerinnen und -lehrer

12.06.2009 - (idw) Universität Bielefeld

Symposion an der Universität Bielefeld

Schon 1920 wurde die Grundschule als bildungspolitische Errungenschaft gefeiert, weil sie die erste Schule für (fast) alle Kinder war. In den 1980er Jahren galt die Grundschule als das Musterkind der Schulreformen und heute wird aus diesen Gründen vielfach ihr Ausbau bis mindestens zur 6. Klasse gefordert und umgesetzt, wie beispielsweise in Hamburg. Zum Thema "Erfolge der Grundschule und die Professionalität der Grundschullehrerinnen und -lehrer" veranstaltet die Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld am Freitag, dem 19. Juni ein Symposium im Raum T0-260 der Universität. Organisiert wird das Symposium von den Schulpädagoginnen Professorin Dr. Susanne Miller, Professorin Dr. Barbara Koch-Priewe und von Dr. Jutta Standop. Es richtet sich an alle Grundschullehrer und -lehrerinnen der Region, an Kolleginnen und Kollegen in der Lehrerausbildung der Universitäten und Studienseminare, an die Schulaufsicht, an Bildungs- und Schulpolitiker und an Vertreter der Eltern- und Lehrerverbände.

In internationalen Leistungsvergleichsstudien zeigt sich, dass deutsche Grundschülerinnen und Grundschüler deutlich besser abschneiden als die 15-Jährigen bei PISA und dass sie weltweit einen Rangplatz im oberen Drittel erreichen. Das Berufsprestige von Grundschullehrkräften ist inzwischen sehr hoch; dieser Beruf stand 2008 an vierter Stelle einer Berufsprestigeskala. Schon seit Jahrzehnten gilt die Grundschule als innovativste Schulform. Ihr ist es gelungen, die hohen Anforderungen einer sich wandelnden, heterogenen Schülerschaft produktiv zu meistern und neue Arbeitsformen, Methoden und Inhalte erfolgreich einzuführen.

Dennoch werden diese Qualitäten sowie die Professionalität von Grundschullehrkräften in wissenschaftlichen und in bildungspolitischen Diskursen häufig ignoriert. Teilweise halten sich hier antiquierte, stereotype Vorstellungen und verkehren dieses Bild ins Gegenteil.

Das Symposion bietet Gelegenheit, an diesen aktuellen Diskussionen anzuknüpfen. Es beginnt um 9.30 Uhr mit Vorträgen zu empirischen Untersuchungen, die die Leistungen der Grundschule und der Grundschullehrkräfte belegen. Am Nachmittag präsentieren vier Bielefelder Grundschulen ihre Schulprofile unter verschiedenen Reformperspektiven. Dies sind: Der Gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern (Grundschule Am Homersen), die gebundene Ganztagsschule (Bültmannshofschule), die Gestaltung des Schullebens (Bückardtschule) und den jahrgangsübergreifenden Unterricht (Laborschule). Auch Kinder selber kommen zu Wort, Laborschülerinnen und -schüler präsentieren, wie sie sich ihre Lehrerinnen und Lehrer wünschen

In einer Expertenrunde, die von Michael Thamm moderiert wird, soll am Beispiel der Wartburg Grundschule Münster, die den deutschen Schulpreis 2009 erhalten hat, die Frage diskutiert, was genau die Arbeit in der Grundschule so erfolgreich macht und welche Rahmenbedingungen und welche weiteren bildungspolitischen und pädagogischen Veränderungen zur Stärkung der Grundschularbeit notwendig oder auch hinderlich sind. Außerdem werden Ausbildungsfragen im Mittelpunkt stehen, da es in Nordrhein-Westfalen ein neues Lehrerausbildungsgesetz gibt.


Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Miller, Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Tel: 0521 / 106-4360
E-Mail: smiller@uni-bielefeld.de
Weitere Informationen: http://www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft/dokumente_aktuelles/Flyer-Erf...
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