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Von Individualmedizin bis zu industrieller Produktion: 27. Jahrestagung der Biotechnologen in Mannheim

16.06.2009 - (idw) DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Individualisierte Arzneimittel, nachwachsende Rohstoffe und Mikroorganismen für die industrielle Produktion - welche Potenziale dank Biotechnologie heute schon genutzt oder in naher Zukunft erreichbar werden, zeigt die 27. Jahrestagung der Biotechnologen, die vom 8. - 10. September 2009 in Mannheim stattfindet. Dabei wird die Veranstaltung in diesem Jahr gleich um zwei Aspekte bereichert, denn sie findet gemeinsam mit der ProcessNet-Jahrestagung und dem Internationalen Workshop "Future Tools in Bioprocess development - µ-scale, high speed, omics and computing" der European Section on Biochemical Engineering Science (ESBES) statt. Wie effizient kann die Photosynthese sein - und welche Konsequenzen hat dies für die Herstellung von Bioenergieträgern? Welche Rolle können Algen als Rohstofflieferanten der Zukunft spielen? Stimmt es, dass Biopharmazeutika neuerdings in Plastiktüten produziert werden? Diese und viele andere Fragen stehen im Mittelpunkt der 27. Jahrestagung der Biotechnologen, die vom 8. bis 10. September 2009 im Congress Center Rosengarten in Mannheim stattfindet.

Hochrangige Vortragende aus Industrie und Akademia stellen ihre neuesten Ergebnisse vor und diskutieren mögliche zukünftige Entwicklungen. Das Spektrum ist breit: Ob es um die Herstellung von abbaubaren Polymeren in transgenen Pflanzen geht, um die Erzeugung von Duft- und Aromastoffen mit Mikroorganismen, die Herstellung von Proteinen für die Induktion pluripotenter Stammzellen mittels E.coli oder um die Bioprozessentwicklung und -modellierung, kein Thema kommt zu kurz.

Bei der Programmgestaltung wurde in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf die Schnittmengen zwischen verfahrenstechnischen Themen und biotechnologischen Aspekten gelegt. Dadurch können die Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch zwischen den Teilnehmern der ProcessNet- und der Biotechnologie-Jahrestagung ausgeschöpft werden.
So wird in der roten Biotechnologie beispielsweise viel von "personalized medicine" gesprochen; in der Vortragsreihe "Individualarzneimittel-Herausforderung für Prozesse und Anlagen" wird von verfahrenstechnischer Seite beleuchtet, welche Konsequenzen sich hieraus für den Anlagenbau und die Prozessleitsysteme ergeben.
Im Bereich der weißen Biotechnologie wird intensiv am Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen gearbeitet. Um diese für die Weiterverarbeitung aufzuschließen, kommen jedoch nicht allein biotechnische Methoden in Frage, auch ein Blick über den Tellerrand zu mechanischen, thermischen und chemischen Verfahren lohnt sich.

Mit seinem Festvortrag "Modellieren, Simulieren, Optimieren: Was ist das aus mathematischer Sicht?" wird Professor Martin Grötschel vom Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik das hochkarätige Vortragsprogramm eröffnen. Ob die Biomasse wirklich eine Alternative zur Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen sein kann, diskutiert Professor Hartmut Michel, Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt und Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 1988, in seinem Plenarvortrag "Photosynthese: Ihre Effizienz und die Konsequenzen".

Zehn Übersichtsvorträge, ca.120 Tandem- und Einzelvorträge und ca. 120 Poster befassen sich mit Bioprozesstechnik, Enzymtechnologien und nachwachsenden Rohstoffen, aber auch Bioenergieträgern und der Biokorrosion. Ein Open-Space-Workshop am Mittwochabend sowie eine begleitende Firmenausstellung runden das Programm ab und bieten viel Gelegenheit zur Information, zur Diskussion und zum Knüpfen neuer Kontakte und Ausloten von Kooperationsmöglichkeiten.

Bitte merken Sie sich schon jetzt den Termin für unsere Pressekonferenz vor:

8. September 2009, 11.00-12.00 Uhr im Congress Center Rosengarten Mannheim

Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt/Main. Mehr als 5.500 Naturwissenschaftler, Ingenieure und Firmen, Organisationen und Institute gehören ihr heute als Mitglieder an. Ihr Ziel ist es, den technischen Fortschritt auf den Gebieten Chemische Technik, Biotechnologie und Umweltschutz zu fördern und mitzugestalten. Mit ihren vielfältigen Aufgaben ist die DECHEMA Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.


Die Fachgemeinschaft Biotechnologie in der DECHEMA zählt mehr als 1800 Mitglieder aus Wissenschaft und Industrie. Zu ihr gehören thematisch orientierte Arbeitsausschüsse und temporäre Arbeitskreise und die Vereinigung Deutscher Biotechnologieunternehmen (VBU) mit ihren 213 Mitgliedsunternehmen. Durch Veranstaltungen, Studien, Positionspapiere und Forschungsprogramme und -projekte leistet sie einen deutlich sichtbaren Beitrag zur Entwicklung der Biotechnologie
Weitere Informationen: http://www.dechema.de/djb2009 - ausführliches Programm und Anmeldung
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