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Kreativ und fit bis ins hohe Alter

02.07.2009 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Veranstaltung des Netzwerks AlternsfoRschung am 9. Juli Lassen sich im hohen Alter noch künstlerische Leistungen erbringen? Welche Bedeutung haben psychische Erkrankungen für Kreativität? Und welche Faktoren tragen zum Erhalt der körperlichen Fitness bei? In einer öffentlichen Veranstaltung des Netzwerks Al­ternsfoRschung (NAR) an der Universität Heidelberg werden am 9. Juli Dr. Thomas Röske von der Heidelberger Sammlung Prinzhorn und Prof. Dr. Wildor Hollman von der Deutschen Sporthochschule Köln Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben. Das NAR-Seminar "Aktivität und Kunst bis ins hohe Alter" richtet sich an interessierte Laien sowie Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und findet zwischen 17 und 19 Uhr im Hörsaal 10 der Neuen Universität am Universitätsplatz statt (Eintritt frei).

Dr. Thomas Röske ist Leiter des Museums Sammlung Prinzhorn in Heidelberg. Er wird einen Einblick in die "Schaffenskraft psychiatrieerfahrener Menschen" geben. Im Zentrum seines Vortrags stehen Leben und Werk von Gudrun Bierski, die 2006 im Alter von 80 Jahren in Frankfurt starb. Bereits in den 1950er Jahren fiel die ausgebildete Künstlerin durch ihr ungewöhnliches Benehmen auf, einige Jahre vor ihrem Tod wurde eine Schizophrenie diagnostiziert. Bierskis Arbeit umfasst etwa 50 Werke, Gemälde mit selbst gestalteten Pappmaché-Rahmen, Knüpfteppiche, die verschlüsselte Botschaften enthalten sowie Aufzeichnungen und Bücher mit besonderen Wortsetzungen. Am Beispiel Gudrun Bierskis lässt sich zeigen, wie man auch bis ins hohe Alter trotz oder auch gerade wegen psychischer Beeinträchtigungen in bedeutender Weise künstlerisch tätig sein kann.

Prof. Dr. Wildor Hollman von der Deutschen Sporthochschule Köln wird Antworten auf die Frage liefern, wie sich körperliche Aktivität auf die Gehirnfunktionen älterer Menschen auswirkt. Hollmann selbst, der bereits seit 50 Jahren in diesem Bereich wissenschaftlich arbeitet, geht dabei als gutes Beispiel voran, so behielt er auch nach seiner Emeritierung 1990 seine vielfachen Forschungs- und Lehrtätigkeiten bei. Bei der Heidelberger Veranstaltung am 9. Juli geht es ihm speziell um die Zusammenhänge von Altern, Gehirn, Demenz und körperlicher Bewegung.

Kontakt:
Netzwerk AlternsfoRschung (NAR)
Dr. Birgit Teichmann
Referentin des Direktors
Bergheimer Straße 20, 69115 Heidelberg
Tel. 06221 548124, Fax 548100
teichmann@nar.uni-hd.de
http://www.nar.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten bitte an:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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