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Straubinger Hochschulpreis für Masterabsolventin der Hochschule Regensburg

02.07.2009 - (idw) Hochschule Regensburg

Anette Noacks Masterarbeit zeigt auf, wie Menschen mit geistiger Behinderung im Alter ihren Ruhestand gestalten können "Sie haben mit ihrer Masterarbeit ein sensibles Thema hervorragend bearbeitet", würdigte Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr die Studie von Anette Noack, die als Abschlussarbeit des akkreditierten Studiengangs "Leitung und Kommunikationsmanagement" an der Hochschule Regensburg (HS.R) eingereicht wurde.

"Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter in einer tagesstrukturierenden Maßnahme - Den Ruhestand gestalten lernen" lautet der Titel der Masterarbeit. Anette Noack beschäftigt sich darin mit einer Personengruppe, die mit Ausgrenzung, Unverständnis und mangelnder Teilhabe zu kämpfen hat.

Pannermayr zeigte sich überzeugt, dass das Thema in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen werde. So werde die Zahl der Menschen über 65 in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe weiterhin kontinuierlich ansteigen. "Die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen sind von dieser Entwicklung deutlich betroffen", so der Oberbürgermeister, der dies auch auf die zahlreichen Einrichtungen für behinderte Menschen in der Region zurückführt.

"Der ausgesprochen sensible Umgang" mit einer in der Gesellschaft kontrovers diskutierten Thematik war mit ausschlaggebend für die Honorierung mit dem Straubinger Hochschulpreis, der jährlich von der Stadt Straubing, dem Landkreis Straubing-Bogen und der Sparkasse Niederbayern-Mitte vergeben wird.

In ihrer Arbeit, die an der HS.R von Professor Dr. Matthias Dalferth betreut wurde, führte Anette Noack Interviews mit Menschen mit geistiger Behinderung und eruierte deren individuelle Interessen und Bedürfnisse. Daraus resultierte schließlich ein Konzept, das für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Betreuungsarbeit richtungweisenden Charakter hat.

Auch HS.R-Präsident Josef Eckstein betonte in seiner Laudatio den innovativen Charakter der "ausgezeichneten Masterarbeit" und hob ihren herausragenden wissenschaftlichen Wert hervor. Eine Arbeit, in der geistig behinderte Menschen auf angemessene Weise zu ihren Interessen und Bedürfnissen befragt wurden, lag Eckstein zufolge bisher noch nicht vor: "Es ist etwas Besonderes. Eine solche Arbeit gibt es in der Literatur noch nicht. Eine ausgezeichnete Arbeit, die weitere Beachtung verdient." Außerdem zeigt die Masterarbeit Lösungswege auf, wie dieser betroffenen Personengruppe auch im Ruhestand Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werde.

Bei einem feierlichen Festakt im Theater am Hagen konnte Anette Noack schließlich den mit 5.000 Euro dotierten Hochschulpreis entgegennehmen. Die diplomierte Sozialpädagogin Anette Noack lebt in Straubing. Sie besuchte dort die Schule und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin, bevor sie an der Universität Bamberg Sozialpädagogik studierte. Im Anschluss absolvierte sie an der Hochschule Regensburg den Masterstudiengang "Leitung und Kommunikationsmanagement". Seit Oktober 2008 ist Anette Noack Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds Deutschland im Kreisverband Straubing-Bogen.

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