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Chancengleichheit für Wissenschaftlerinnen: Mit "plan m" zur Professur

03.07.2009 - (idw) Universität Bremen

Mit zwei Mentoring-Programmen setzt die Universität Bremen die Karriereförderung von Frauen im natur- und technikwissenschaftlichen Bereich fort Die Universität Bremen setzt ihre Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur erfolgreich fort: Zurzeit bereiten die beiden Mentoring-Programme "plan m" at MARUM/GLOMAR und "plan m" für Natur- und Technikwissenschaftlerinnen 20 Promovendinnen und Post-Doktorandinnen auf künftige Führungspositionen vor.

"Ein großes Problem ist die enorme Schere zwischen dem Verhältnis weiblicher und männlicher Doktoranden und den Professuren", sagt die Geobiologin und Professorin Antje Boetius von der Universität Bremen. Die meisten hoch ausgebildeten Frauen würden die akademische Laufbahn während der Postdoc-Zeit verlassen. "Mentoring soll Mut und Lust auf Karriere machen", so die Wissenschaftlerin. Boetius gehört sie zu den zehn Prozent Frauen in Deutschland, die eine Spitzenposition in den Natur- und Technikwissenschaften erreicht haben. Sie ist Trägerin des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und leitet die Arbeitsgruppen am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung sowie am Max-Plack-Institut für Marine Mikrobiologie.

"plan m"-Programme existieren seit 2005

Die Universität Bremen bietet "plan m" seit 2005 in verschiedenen akademischen Bereichen an und setzt mit dem Mentoring-Programm auf eines der erfolgreichsten Personalentwicklungsprogramme, die bundesweit zur Karriereförderung von Frauen eingesetzt werden. An den derzeitigen Programmen nehmen 20 Promovendinnen und Post-Doktorandinnen der Universität Bremen für 1,5 Jahre teil. Davon sind seit vergangenem Herbst neun im Forschungscluster MARUM "Der Ozean im System Erde" sowie in der internationalen Graduiertenschule GLOMAR tätig. Hier werden Doktorandinnen und Doktoranden im Bereich der Meereswissenschaften ausgebildet. Beide Bereiche werden im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. Seit Anfang des Jahres nehmen weitere elf Natur- und Technikwissenschaftlerinnen an einem zusätzlichen plan-m-Programm der Universität Bremen teil. "Mit dem Mentoring-Programm bekomme ich einen Blick hinter die Kulissen und erfahren, wie Karriere machen in der Wissenschaft funktioniert", sagt eine Teilnehmerin. Hervorragende Leistungen allein seien da nicht ausreichen. "Networking, eine gute Sichtbarkeit in Fachkreisen und fördernde Kontakte sind ein wesentliches Handwerkszeug für den Erfolg", so die Nachwuchswissenschaftlerin. In Gesprächen mit Mentorinnen und in Seminaren zum Beispiel zu Drittmittelakquise, Selbstmarketing und Karriereplanung entwickeln die Nachwuchskräfte Strategien für ihren beruflichen Werdegang und beraten sich gegenseitig in schwierigen Situationen.

Im bundesweiten Ranking nimmt die Universität Bremen mit ihren Gleichstellungsprogrammen einen Spitzenplatz ein. Diese Position soll ausgebaut werden. "Dafür nehmen wir neben der Individualförderung von Promovendinnen und Post-Docs auch die strukturellen Rahmenbedingungen von Wissenschaftskarrieren in den Blick", so die Leiterin der Arbeitsstelle Chancengleichheit Anneliese Niehoff.


Achtung Redaktionen:
Es besteht die Möglichkeit für Interviews mit Teilnehmerinnen und Professorinnen von "plan m". Kontakt: Arbeitsstelle Chancengleichheit, Susanne Abeld, Telefon: 0421 218-60183, E-Mail: chanceng4@uni-bremen.de oder Leiterin der Arbeitsstelle Chancengleichheit, Anneliese Niehoff, Telefon: 0421 218-60181, E-Mail: chanceng1@uni-bremen.de.
Weitere Informationen: http://www.chancengleichheit.uni-bremen.de/seiten/themen/mentoring/mentoring.htm...
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