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Stellungnahme des Hochschulrats zum Ausscheiden der Präsidentin Prof. Monika Auweter-Kurtz

03.07.2009 - (idw) Universität Hamburg

Die Präsidentin der Universität Hamburg, Frau Prof. Monika Auweter-Kurtz, und die Senatorin der Behörde für Wissenschaft und Forschung, Frau Dr. Herlind Gundelach, haben einen Auflösungsvertrag geschlossen, der mit Ablauf des 8. Juli 2009 wirksam wird. Die vorübergehende Leitung der Universität liegt damit in den Händen der Vizepräsidentin Frau Prof. Gabriele Löschper, die dieses Amt turnusgemäß am 1. Juli angetreten hat.

Der Hochschulrat hat mit Bedauern und Respekt das Ausscheiden der Präsidentin zur Kenntnis genommen und dankt ihr sehr für den großen persönlichen Einsatz im Interesse der Universität.

Frau Prof. Auweter-Kurtz hat in ihrer Zeit als Präsidentin Entscheidendes dazu beigetragen, die Universität Hamburg zu stärken und im internationalen Wettbewerb besser zu positionieren. Eine breite Mehrheit der Universität hat an diesem Gestaltungsprozess intensiv mitgearbeitet. Die strategische Neuausrichtung manifestiert sich dabei auch in einem richtungsweisenden Struktur- und Entwicklungsplan der Universität, der sich aktuell in der Endabstimmung befindet.

Im Laufe dieses Prozesses hat sich aber auch eine Vielzahl von komplexen Problemen angehäuft. Der Hochschulrat bedauert, dass diese Probleme einzig der Präsidentin angelastet wurden und dass die damit verbundene Diskussion nicht inhaltlich und vor allem öffentlich geführt wurde.

Vor dem Hintergrund der Kritik und den Aufrufen zur Abwahl der Präsidentin hat der Hochschulrat in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit allen Mitgliedern des Präsidiums, den Dekanen und den Statusgruppen im Hochschulsenat sowie den Initiatoren des Aufrufs zur Abwahl geführt, um die unterschiedlichen Sichtweisen kennenzulernen und Lösungswege für die vielschichtigen Probleme auszuloten.

Bei seinen Gesprächen hat der Hochschulrat den klaren Eindruck bekommen, dass eine breite Mehrheit der Universität den eingeschlagenen Weg mit voller Überzeugung mitgeht. Auch aus Sicht des Hochschulrats kann es kein Zurück hinter das Erreichte geben, andererseits müssen die dabei erkannten Probleme in naher Zukunft gelöst werden.

In den Diskussionen wurde aber auch immer wieder die Notwendigkeit für einen personellen Neuanfang unterstrichen. Der Hochschulrat dankt der Präsidentin deshalb für den schwierigen, aber konsequenten Schritt eines Ausscheidens.

Mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen ist es wichtig, möglichst schnell einen Neuanfang zu schaffen, der auf dem Erreichten aufbaut und die Universität weiterführt.

Der Hochschulrat wird sich bei diesem Prozess satzungsgemäß und aus großer Überzeugung weiter engagieren. Hochschulrat und Hochschulsenat werden deshalb möglichst bald eine Findungskommission für einen neuen Präsidenten oder Präsidentin benennen.

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Albrecht Wagner
Vorsitzender des Hochschulrats
Tel.: 040-89 98-25 83

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