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Zeichnet seit 10 Jahren hochkarätige Forschung aus dem Saarland aus: der SaarLB-Wissenschaftspreis

09.07.2009 - (idw) Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Der mit 25 000 Euro dotierte SaarLB Wissenschaftspreis geht an HTW und INM - gemeinsam haben die Forscher ein neues Material entwickelt, das Dünnschicht-Dehnungsmessstreifen 10 mal genauer messen lässt Der SaarLB-Wissenschaftspreis feiert Jubiläum: Seit zehn Jahren zeichnet er an saarländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstandene Arbeiten aus. "Sie zeigen durchgängig, wie hervorragend diese Einrichtungen sind", sagte der SaarLB-Vorstandsvorsitzende Thomas Christian Buchbinder im Rahmen der 10. Verleihung des Preises am 8. Juli 2009 im Festsaal des Saarbrücker Schlosses.

Die Preisträger bewiesen aber auch, wie praxisnah im Saarland geforscht werde, sagte Buchbinder weiter. Egal ob es dabei um einen Quantensprung für Navigationsgeräte, Innovationen in der Informatik, mehr Sicherheit im Straßen- oder Luftverkehr, bessere Therapiemöglichkeiten für Diabetes, Alzheimer oder andere Krankheiten gehe: der praktische Nutzen dieser Forschung sei enorm. "Etliche von Trägern des SaarLB-Wissenschaftspreises gegründete Spin-Off-Unternehmen beweisen denn auch, wie sich über Forschung und Innovation auch Arbeitsplätze schaffen lassen", so Buchbinder. Die Leistungen der ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dokumentiert eine umfangreiche Jubiläumsbroschüre, die über die SaarLB erhältlich ist.

Der mit 25.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis der SaarLB ging an eine Arbeitsgruppe der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW), Leitung Prof. Dr. Günter Schultes und zugleich an Dr. Ulf Werner vom Saarbrücker INM Leibniz-Institut für Neue Materialien. Sie wurden für ihre wissenschaftliche Arbeit "Neue Perspektiven für Druck- und Kraftsensoren" ausgezeichnet.

Die Forschungsgruppe kooperiert zu verschiedenen Themen mit saarländischen und überregionalen Industriepartnern. Die Preisträger haben ein neues Nanomaterial entwickelt und ausgiebig getestet, das Sensoren wesentlich leistungsfähiger machen kann. Anwendungsbereiche liegen u. a. in der Autoindustrie oder bei Unternehmen, die im Bereich Hydraulik tätig sind.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Raymond Freymann, Geschäftsführer BMW Group Forschung und Technik, München.

Hintergrund
Zur Messung von hydraulischen Drücken, von Gewichten und von Kräften benutzt man Sensoren, die mechanische Größen in ein elektrisches Signal umwandeln. Dazu dienen Dehnungsmessstreifen (DMS), die bei Materialdehnung ihren elektrischen Widerstand leicht ändern und somit eine elektrische Messung ermöglichen.

Der SaarLB-Wissenschaftspreis für 2008 prämiert die Entwicklung eines Materials, das auf solche Materialdehnungen zehnmal empfindlicher reagiert als die heute verfügbaren DMS-Materialien. Das neue Nanomaterial aus einem Labor der HTW, besteht aus den Elementen Nickel, einem gut leitenden Metall, sowie Kohlenstoff, das in vielfältigen Modifikationen vorkommt. Sphärische Nickelpartikel mit Durchmessern zwischen 10 und 20 Nanometern sind von Kohlenstoff komplett eingehüllt, wobei die Kohlenstoffatome eine mehrlagige Hülle bilden. Wird nun eine Dehnung oder Verzerrung dieses komplexen Materials zum Beispiel durch einen äußeren Druck hervorgerufen, so wird der Stromtransport und somit der elektrische Widerstand des Materials sehr stark beeinflusst, was eine elektrische Messung des Drucks ermöglicht.

Das neue Material, nanoNi@C getauft und als Patent angemeldet, wird als dünne Schicht in plasmagestützten Vakuumprozessen abgeschieden. Der SaarLB-Preis würdigt die grundlegenden Forschungsarbeiten zur Erzeugung und Untersuchung dieser Schichten. Um das Dünnschichtmaterial für innovative Produkte der Sensorik einzusetzen, muss es nun in einer größeren Anlage qualifiziert werden, damit durch die Kooperation mit regionalen und überregionalen Herstellern von Druck-, Kraft- und Gewichtssensoren neue Anwendungen erschlossen werden können.

Ihr Ansprechpartner für den SaarLB Wissenschaftspreis

Dieter Gläsener
Pressesprecher SaarLB
Tel: +49 681 383-1362
Mobil: +49 171 5535240
E-Mail: dieter.glaesener@saarlb.de

Ihr Ansprechpartner für das ausgezeichnete Projekt

Prof. Dr. Günther Schultes
Tel: + 49 681 58 67 287
E-Mail: schultes@htw-saarland.de

Der SaarLB-Wissenschaftspreis
Der SaarLB-Wissenschaftspreis wird jährlich gemeinsam mit der saarländischen Landesregierung (Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft) ausgeschrieben. Als Förderer von Kunst, Kultur und Wissenschaft dotiert die SaarLB den Preis jährlich mit 25.000 Euro. Gewürdigt wird eine wissenschaftliche Arbeit, die neue Erkenntnisse und Ergebnisse beinhaltet, deren Anwendung zu einer wirtschaftlichen Stärkung des Standortes Saarland beitragen kann. Die Beurteilung der eingereichten Arbeiten erfolgt durch eine unabhängige Jury.

Die SaarLB
Die Landesbank Saar (SaarLB) hat sich als die deutsch-französische Mittelstandsbank erfolgreich positioniert. Mit einer Bilanzsumme von rund 20,6 Mrd. EUR sind wir das größte Kreditinstitut in der Region. Unsere Kernmärkte sind das Saarland und im benachbarten Frankreich insbesondere der wirtschaftsstarke Nordosten. Als Mittelstandsbank liegt unser Geschäftsschwerpunkt im Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, in der Finanzierung gewerblich genutzter Immobilien und in der Betreuung vermögender Kunden. Wir bieten für Deutschland und Frankreich "grenzüberschreitende" Kenntnis der Märkte, Geschäftsusancen und Rechtsnormen. Unsere Kunden betreuen wir mit zweisprachig ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ergänzt werden unsere geschäftlichen Aktivitäten durch die Finanzierung überwiegend regionaler öffentlicher Haushalte und durch die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien. Die SaarLB ist berechtigt Pfandbriefe nach dem Pfandbriefgesetz sowie sonstige Schuldverschreibungen auszugeben.

Als Zentralbank der saarländischen Sparkassen und Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe Saar betreiben wir ein intensives Konsortialgeschäft mit den Sparkassen in der Region. Darüber hinaus sind wir Kompetenzzentrum insbesondere für die Bereiche Corporate Finance, Wertpapiergeschäft und kommerzielles Auslandsgeschäft.
Die SaarLB ist eingebettet in das Netzwerk der BayernLB, mit 75,1 % Hauptanteilseigner der Bank. Weitere Anteilseigner sind der Sparkassenverband Saar (14,9 %) und das Saarland (10 %). Internet: www.saarlb.de

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