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Universitätsmedizin Mannheim ist stark in der onkologischen Therapieforschung

16.07.2009 - (idw) Universitätsmedizin Mannheim

Mannheim erfüllt als einziges Zentrum in Deutschland die Kriterien eines 'Affiliated Center' der EORTC Die EORTC (European Organisation für Research and Treatment of Cancer), eine der wichtigsten Organisationen auf dem Gebiet der forschenden Onkologie in Europa, hat ihren aktuellen Bericht über die Patientenrekrutierung der ihr angeschlossenen Zentren abgegeben. Danach ist Mannheim das einzige deutsche Zentrum, das die hohen Qualitätskriterien der Organisation in den vergangenen drei Jahren erfüllt hat und aufgrund seiner großen Beteiligung an Studien zu den "Affiliated" Zentren gehört. Die Berliner Charité, die bisher gemeinsam mit Mannheim zu diesem Kreis gehörte, ist nicht mehr gelistet.

Die EORTC steht für umfangreiche Studien zur Krebstherapie auf einem besonders hohen Niveau. Mithilfe der ihr angeschlossenen Institutionen unterstützt sie die Entwicklung neuer Medikamente und effektiver Therapiestrategien und trägt damit dazu bei, die Standards der Krebsbehandlung in Europa zu verbessern.

Die Universitätsmedizin Mannheim ist mit vier organbezogenen Schwerpunkten in den Arbeitsgruppen der EORTC vertreten: den Gastrointestinalen Tumoren, den Tumoren des Stütz- und Weichgewebes, den Hauttumoren sowie Tumoren der Lunge. Gemeinsam bringen diese Bereiche deutschlandweit die meisten Patienten in die Europäischen Multicenterstudien ein - zum Nutzen der Patienten, denn über die qualifizierten Studien wird ein früher Zugang zu neuen Krebsmedikamenten geschaffen.

Die von der EORTC durchgeführten akademischen Studien sind unabhängig von der Industrie. Nur rund 15 Prozent aller Studien sind von der Industrie finanziert und auch diese bewahren ihre Unabhängigkeit, indem die Datenbanken bei der EORTC gehalten und ausgewertet werden. Der EORTC geht es auch darum, eingefahrene Therapiestrategien hinsichtlich ihrer Effektivität zu hinterfragen. Deshalb führt sie groß angelegte Phase III Studien zur so genannten 'Standard of Care' Therapie durch, um für die Patienten die beste Behandlung zu ermitteln.

Professor Dr. Peter Hohenberger, Leiter der Sektion Spezielle Chirurgische Onkologie und Thoraxchirurgie der Chirurgischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, ist zum Januar 2009 für drei Jahre in den Vorsitz der "Soft Tissue and Bone Sarcoma Group" der EORTC gewählt worden. Darüber hinaus wurden die Mannheimer Onkologen aktuell aufgefordert, dem exklusiven Zirkel der Network of Core Institutions (NOCI) beizutreten.

In der Akzeptanz der Mannheimer Onkologen durch die EORTC spiegelt sich die in der Universitätsmedizin Mannheim gebündelte onkologische Kompetenz wider.
Weitere Informationen: http://www.eortc.be
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