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Neues Studienmodell an der Hochschule Esslingen mit BMW

20.07.2009 - (idw) Hochschule Esslingen

"SpeedUp - das BMW Bachelorprogramm" heißt ein Studienmodell, das die Hochschule in Göppingen künftig gemeinsam mit der BMW Group aus München anbietet. Im Herbst ist Bewerbungsstart. Göppingen. Bald wird es ein neues Studienmodell an der Hochschule Esslingen in Göppingen geben. Der Die BMW-Gruppe hat die Fakultät Mechatronik und Elektrontechnik in der Hohenstaufenstadt als einer von drei Partnern bundesweit ausgewählt, um hier "SpeedUp - das BMW Bachelorprogramm" an den Start zu bringen. 2010 soll es soweit sein, dann soll eine Gruppe von rund 20 Studierenden in Göppingen mit ihrem sieben Semester langen Studium beginnen. Bewerben können sich Absolventen mit Fachhochschulreife ab Herbst direkt bei BMW.

Nicht zuletzt durch den guten Ruf der Hochschule und durch unabhängige, bundesweite Rankings und Bewertungen ist der bayerische Autobauer auf die Göppinger Labore aufmerksam geworden und hat dieses neue Studienmodell mitentwickelt. Es ist eine Kombination aus Praxis und Theorie. Schulungen und Praktika beim BMW in München sind Blockweise beinhaltet. In Göppingen findet das ebenfalls sehr praxisorientierte Studium statt. "Das Interesse von BMW zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Hochschul-Dekan Prof. Rainer Würslin und unterstreicht, dass die engen Kontakte zur Industrie ein wichtiger Baustein für die Lehre am Standort Göppingen sind. "Wir freuen uns, dass mit BMW ein renommierter Hersteller auf uns zugekommen ist, und mit uns in dieser besonderen und vertrauensvollen Form kooperiert", sagt Rainer Würslin. Dass sich der Autobauer eine Hochschule sucht, die durch Mechatronik und Elektrotechnik bekannt ist, scheint kein Zufall zu sein. BMW blickt voraus und setzt offenbar auf Elektromotoren für die Zukunft - zumindest sollen die Mitarbeiter in diesem Gebiet bereits fit gemacht werden. Überhaupt zeigt die BMW-Gruppe mit dieser Kooperation sehr vorausschauend. Denn in wenigen Jahren wird es wieder einen Starken Ingenieur-Mangel geben, die künftig entwickeln sollen. "Es gehen in den nächsten Jahren mehr Ingenieure in den Ruhestand, als ausgebildet werden", weiß auch Rainer Würslin, der also nicht ohne Grund für ein technisches Studium wirbt. Auch heute, in der Zeit der Wirtschaftskrise sei in den verschiedenen Branchen durchaus noch Bedarf für gut ausgebildetes Personal und Ingenieure da. Das weiß auch BMW und will auf dem Weg des eigenen Studienmodells die Ingenieure der Zukunft für sich zu beginnen.

"Mit dem Kopf sind die Studierenden an der Hochschule - mit dem Herz aber bleiben sie in München", heißt es in einer Broschüre von BMW, die bereits aufgelegt ist. Die anspruchsvolle Strecke bis zum Bachelor-Zertifikat wird bei diesem Modell von BMW unterstützt. Die Inhalte und der Verlauf des Studiums ist mit BWM angestimmt, im Laufe der Studienzeit lernen die Teilnehmer in Praxiseinsätzen unterschiedliche Bereiche der BMW Gruppe kennen. Dabei arbeitet man aktiv in Teams mit und erhält wertvolle Einblicke in die tägliche Arbeit bei der BMW Group. So bauen sich schnell ein Netzwerk auf, die auch international werden. Denn an einem ausländischen BMW-Standort und an Partnerhochschulen findet ein Semester des Studiums statt. Auch bei der Abschlussarbeit steht der betreuende BMW-Fachbereich kompetent zur Seite. So erhält das Abschlussthema automatisch einen hohen Praxisbezug - der Berufseinstieg bei BMW gilt als sicher. BMW unterstützt die Studierenden durch ein monatliches Stipendium während der kompletten Programmlaufzeit - finanzielle Sicherheit gibt es also die ganze Zeit.

In einem weiteren Studienmodell, das die Hochschule Esslingen mit anderen Industriepartnern angehen will, werden Facharbeiter mit Fachhochschulreife zum Bachelor ausgebildet. In dieser Variante, für die bereits Firmen wie Bosch, Siemens und Mahle zugesagt haben und Interesse zeigen, geht es darum, die eigenen Mitarbeiter weiterzubilden. Das so genannte "Praxisintegrierte Studienmodell" soll ebenfalls mit einer Kombination aus Theorie und Praxis sowie finanzieller Sicherheit überzeugen. So können sich Facharbeiter mit ihrem Know-how zum Ingenieur weiterbilden und den Bachelor-Abschluss machen. Auch diese Studienzeit dauert sieben Semester.

Weitere Informationen: http://www.hs-esslingen.de
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