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Katalyseforscher und ihre Gäste weihen Erweiterungsbau in der Rostocker Südstadt ein

14.09.2009 - (idw) Leibniz-Institut für Katalyse e. V. an der Universität Rostock

Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern haben ca. 12 Mio investiert und hochmoderne Laborräume für eine zukunftsträchtige Katalyseforschung geschaffen. Gerade vier Jahre ist es her, da zog das Leibniz-Institut für Organische Katalyse e. V. (IfOK) aus seinem kleinen Institutsgebäude am Glatten Aal in Rostock aus. Das alte Gebäude platzte aus allen Nähten, denn die Zahl der Mitarbeiter hatte sich von 1990 bis 2005 fast verdoppelt. Die rund 110 Wissenschaftler und technischen Mitarbeiter bezogen ihren neuen Forschungskomplex in der Rostocker Südstadt. Hier hatten das Land M-V und der Bund knapp 13 Mio investiert, um den Chemikern modernste Forschungsbedingungen bereitzustellen.

Aber bereits kurz nach dem Umzug wurde auch das neue Gebäude in der Rostocker Albert-Einstein-Straße zu klein. Ende 2005 fusionierten das Rostocker Katalyseinstitut und das Institut für Angewandte Chemie Berlin-Adlershof e. V. (ACA) zum neuen Leibniz-Institut für Katalyse e.V. (LIKAT). Für ca. 80 Berliner Kollegen mussten zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen werden. Heute forschen 247 Mitarbeiter und Gastwissenschaftler am größten Katalyseinstitut Europas. Für viele neue Forschungsaufträge aus der Wirtschaft wurden weitere - zumeist junge Wissenschaftler - eingestellt.

Am 18.09.2009 14:00 - 17:00 Uhr wird nun der hochmoderne Erweiterungsbau des LIKAT in der Rostocker Einsteinstraße mit einem Festakt offiziell eingeweiht. Rund 12 Mio stellten der Bund und das Land M-V je zur Hälfte hierfür bereit. Neben dem Ministerpräsidenten unseres Bundeslandes, Erwin Sellering, dem Oberbürgermeister der Stadt, Roland Methling, und Vertretern der Universität Rostock haben sich zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft angekündigt.

Die Katalyse ist ein hochaktuelles Forschungsgebiet. Um alle anstehenden Forschungsaufträge bearbeiten zu können, hat das Institut gegenwärtig weitere Laborräume in Groß-Lüsewitz bei Rostock und in Warnemünde angemietet.

Hintergrundinformationen:
Das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) ist das größte europäische Forschungsinstitut im Bereich der angewandten Katalyse. Hauptziele der wissenschaftlichen Arbeiten des LIKAT sind die Gewinnung neuer Erkenntnisse in der Katalyseforschung und deren Anwendung bis hin zu technischen Umsetzungen. Die Entwicklung einer relevanten Katalyseforschung für zukunftsorientierte Wirtschaftsbereiche zu bestimmen und neue Katalyse-Anwendungen in diesen Bereichen zu realisieren, sind die strategischen Ziele des LIKAT.
Katalyse ist die Wissenschaft von der Beschleunigung chemischer Elementarprozesse. Durch die Anwendung leistungsfähiger Katalysatoren laufen chemische Reaktionen unter Erhöhung der Ausbeute, Vermeidung von Nebenprodukten und Senkung des spezifischen Energiebedarfs ressourcenschonend ab. Die globale Forderung nach einer effizienten Nutzung aller Ressourcen ist nur mit einer effizienten Katalyseforschung möglich. Schon gegenwärtig durchlaufen vier von fünf chemischen Produkten bei Ihrer Herstellung einen Katalysezyklus. So stellt die Katalyse eine Querschnittswissenschaft dar, die dazu beiträgt, Lösungen für die wesentlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden. Zu ihrer Weiterentwicklung ist das interdisziplinäre Zusammenwirken der Anorganischen, Organischen und Technischen Chemie, der Nanowissenschaften, der Physikalischen Chemie und der Verfahrenstechnik notwendig. In zunehmendem Maße findet man katalytische Anwendungen neben dem Einsatz in der Chemie auch in den Lebenswissenschaften und zur Energieversorgung sowie beim Klima- und Umweltschutz.

Weitere Informationen: http://Weitere Informationen und Auskünfte: http://Dr. Barbara Heller, 0381 1281 146 , 0162 177 50 13, barbara.heller@catalysis.de http://www.catalysis.de, LIKAT, 18059 Rostock, Albert-Einstein-Straße 29 a
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