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SPD fordert mehr Unterstützung für die Hochschule Heilbronn

14.09.2009 - (idw) Hochschule Heilbronn

Die SPD wird sich im Landtag in Stuttgart für eine angemessene Unterstützung der Hochschule Heilbronn einsetzen. Dies ist das Ergebnis eines Besuches des Vorsitzenden der SPD-Fraktion Claus Schmiedel zusammen mit den Landtagsabgeordneten Reinhold Gall und Johannes Stober vor Ort auf dem Campus der Hochschule. Im Gespräch mit Rektor Prof. Dr. Jürgen Schröder diskutierten sie die dringendsten Themen der Hochschule Heilbronn und der Fachhochschulen. "Was sind die Probleme, die wir angehen müssen?", erkundigt sich Fraktionsvorsitzender Claus Schmiedel. "Es ist sehr eng am Campus Heilbronn! Durch die im Rahmen des Hochschulausbauprogramms 2012 geschaffenen Anfängerplätze und dem konsequenten Ausbau der Studiengänge haben wir rund 40 Prozent mehr Studierende", so Rektor Jürgen Schröder. Zurzeit studieren allein am Campus in Heilbronn über 4000 junge Menschen, 2010 werden es rund 5000 sein. Die Mensa ist veraltet und mit ihren 220 Sitzplätzen schon jetzt viel zu klein. Die Grundlage der Bedarfsberechnung geht von 2700 Studierenden und einem mehrmaligen Platzwechsel aus. Doch die Warteschlange um die Mittagszeit zeige die realen Gegebenheiten. Die aktuelle Planung des Ministeriums sieht eine Erweiterung auf 440 Plätze vor, das Vorhaben wurde in den Doppelhaushalt 2012/13 eingestellt. "Diese Situation ist unhaltbar. Wir benötigen jetzt eine rasche Lösung, bevor es 2012 durch den doppelten Abiturientenjahrgang unhaltbar eng wird", fordert Reinhold Gall und seine Kollegen stimmen ihm zu.
"Wäre ein weiterer Ausbau der Hochschule momentan möglich?", möchte Johannes Stober, Vertreter des Arbeitskreises Wissenschaft der SPD-Landtagsfraktion, wissen. "Die Mittel aus dem Ausbauprogramm tragen nur die Kosten des Lehrbetriebs, Gelder für die Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten gehen zu Lasten der Hochschule", so Schröder. Am Campus Künzelsau gäbe es noch Raum für ein bis zwei Studiengänge, in Schwäbisch Hall könnten noch drei weitere Studiengänge untergebracht werden. Für den weiteren Ausbau des Lehrbetriebs werden aber pro Studiengang vier Professoren und vier Mitarbeiter benötigt. Bei fünf neuen Studiengängen wären das 20 Professoren und 20 Mitarbeiter, für die das Land aufkommen müsse." Die Finanzierung sei ohnehin problematisch, denn die Landesregierung zahle nur 8500 Euro pro Studienanfängerplatz im Jahr. Das reiche nicht aus. "Ohne eine Mitfinanzierung durch die Wirtschaft geht es nicht", resümiert der Rektor und lobt die Unternehmer in der Region. "Wer genau hinschaut, stellt fest, dass unsere Hochschulen massiv unterfinanziert", bestätigt auch Landespolitiker Reinhold Gall.
Die Erfolge der Fachhochschulen sind in der Politik unbestritten, untermauern die SPD-Politiker. Doch die Mittel zwischen Fachhochschulen, Dualen Hochschulen und Universitäten sind ungerecht verteilt. Zudem werden die wissenschaftlichen Mitarbeiter an der Dualen Hochschule besser bezahlt. "Es ist an der Zeit, dass die Landesregierung mehr für die Fachhochschulen tut", darüber sind sich die Abgeordneten einig. "Die Zahl der Studenten in Heilbronn steigt stetig. Wir brauchen endlich eine angemessene Unterstützung der Landesregierung für diese erfolgreiche Hochschule in Heilbronn, damit sie ihrem Auftrag für eine gute akademische Ausbildung und für die Unterstützung der Wirtschaft in der Region auch in Zukunft gerecht werden kann", lautet das Fazit des Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel. Die SPD-Abgeordneten kündigten entsprechende Anträge im Landtag an.

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