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Reger unmöglich: Musikerfamilien senden Solisten nach Greifswald

07.06.2003 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Reger geht es kaum. Zum Abschluß der abendfüllenden Projektwoche nach Pfingsten, zu Beginn des Wiedersehensfestes "Alumni", spielen der Bratscher Ulrich v. Wrochem und der Pianist Wolfram Lorenzen in der Universitätsaula ein abendfüllendes Programm.


Wolfram Lorenzen (l.) & Ulrich v. Wrochem PM 76/2003

Zu Beginn spielen die beiden Mitglieder ausgedehnter Musiker- und Künstlerfamilien das Notturno op. 42 von Ludwig van Beethoven, das er selbst aus dem entzückenden Streichtrio op. 8 umschrieb. Danach geht es in die späte Romantik mit Max Reger und seiner Bratschen-Solosuite op 131d in e-moll. Wer Reger kennt, weiß: danach haben sich Musiker und Zuhörer eine Pause verdient. In ihr erfrischt der Förderverein der Universität, der die beiden Musiker engagiert hat, seine Gäste.

Nach der Pause wagen sich Wolfram Lorenzen und Ulrich von Wrochem an das Duo des Koreaners Isang Yun (1917-1998), das dieser 1976 für das Duo von Wrochem komponiert hatte (Ulrich von Wrochem, Viola, & Johann Gottlob von Wrochem, Piano), die das Werk im Mai 1977 in Rom uraufführten. Am Ende geht es "zurück" in die Hochromantik, zur Sonate von 1894
op. 120, 2, in Es-Dur von Johannes Brahms.

Zuletzt in der Gegend trat das Duo im Februar 2003 im Speicher von Wolgast auf. Ulrich v. Wrochem gab während der Friedensdekade 2001 im November ein Solokonzert in der Greifswalder Christuskirche. Er studierte bei Heinz Kirchner, Helmut Heller und Georg Neikrug. Seine Karriere führte ihn seit 1966 bis in die Position des Solobratschers der Berliner Oper und der Mailänder Scala unter Claudio Abbado und als Solist mit sehr berühmten Orchestern zusammen. Seit einigen Jahren ist er freiberuflich tätig, gab und gibt Meisterkurse in Österreich, Rußland, Syrien, Brasilien, China, Iran, Korea und den USA. Seine Kammermusikpartner waren außer Wolfram Lorenzen die Pianisten Jörg Demus und Bruno Canino. Wolfram Lorenzen studierte bei Klaus Lindner, Ludwig Hoffmann und Paul Badura-Skoda in Basel, München, Essen und besuchte Meisterkurse bei Wilhelm Kempff. Neben anderen gewann er den internationalen Klavierwettbewerb von Montevideo 1962. Auch er saß auf vielen großen Konzertpodien zusammen mit Michael Gielen, Ernest Bour und Heinz Walberg. Er lehrt an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau.

Das Konzert beginnt am 13. Juni um 20.00 Uhr in der Aula. Die Eintrittskarten kosten regulär 10 Euro und 7 Euro ermäßigt. Sie sind an der Abendkasse erhältlich oder - zur Sicherheit - vorher bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft von Freuden und Förderern der Universität Greifswald, Domstr. 12, Greifswald, 03834-86-1760, Fax 03834-86-1761, e-mail: foerderv@uni-greifswald.de
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