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Volles Haus im NanoBioLab

11.06.2003 - (idw) Universität des Saarlandes

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung des NanoBioLabs auf dem Saarbrücker Campus ziehen die Initiatoren eine durchweg positive Bilanz: Das neue Schülerforschungszentrum ist ständig ausgebucht, die Schüler sind hochmotiviert und die Lehrer begeistert. In Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) werden ab Herbst auch Fortbildungskurse für Lehrer angeboten.

Achtung Medienvertreter - Kurzfristiger Termin:

Am Mittwoch, dem 11. Juni 2003, haben Sie zwischen 9 und 13 Uhr die Möglichkeit, während des Unterrichts im NanoBioLab mit Schülern einer 8. Klasse, mit Lehrern und Organisatoren ins Gespräch zu kommen. An diesem Tag werden zwei Gruppen von je 30 Schülern des Neunkirchener Gymnasiums am Krebsberg im NanoBioLab erwartet. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Kontakt: Prof. Dr. Rolf Hempelmann/Physikalische Chemie, Tel.: 0681/302-2473 oder 0681/302-4750, Fax: 0681/302-4759, E-Mail: hempelmann@mx.uni-saarland.de.


Gibt es Schüler, die tatsächlich freiwillig lernen? Die sich in ihrer Freizeit stundenlang - und unter Aufsicht - in ein Labor stellen, um zu experimentieren? Die zusätzlich zum ohnehin anspruchsvollen Lehrplan Chemie, Biologie und Physik pauken? Ja, die gibt es. Seit sechs Monaten treffen sie sich regelmäßig mittwochs auf dem Uni-Campus Saarbrücken im NanoBioLab.

Das im Januar 2003 in Gebäude 9.2 eröffnete NanoBioLab ist ein Experimentallabor für Schüler der Klassen 8 bis 10 an der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät III. Es ermöglicht ihnen Einblick in die Fächer Chemie, Biologie, Physik und Werkstoffwissenschaft, Themen aus der NanoBioTechnologie spielen eine besondere Rolle. Der Vorteil für die Schüler: Sie können selbstständig experimentieren - und das in Verbindung mit aktueller Forschung. Technik lernen sie hier als Chance begreifen.

Von Anfang wollte das NanoBioLab außerdem dazu beitragen, die Kontakte zwischen Hochschule und Schulen zu fördern. Es sollte ein Ort sein, an dem beide Einrichtungen gemeinsam an einem zukunftsgerichteten und anwendungsbezogenen naturwissenschaftlichen Unterricht arbeiten. Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel werden deshalb unter anderem dazu verwendet, Studierende mit dem Berufsziel Lehramt für die Betreuung der Schüler beim Experimentieren zu engagieren.

Die Initiatoren des Projekts ziehen für die Startphase eine durchweg positive Bilanz: "Besonders gut kommt bei den Schülern das selbstständige Experimentieren an", berichtet Studienrat Walter Zehren von der Saarbrücker Marienschule. Das bestätigen auch Prof. Dr. Rolf Hempelmann und Dr. Harald Natter vom Institut für Physikalische Chemie. Ihre Erfahrung: "Die Schüler sind hoch motiviert." Seit Jahresbeginn verbrachten saarländische Schüler insgesamt 24 Praktikumstage im NanoBioLab. Mittlerweile nutzen neun Gruppen das Labor regelmäßig - Anfragen kommen auch von Lehrern aus Rheinland-Pfalz.

Das NanoBioLab wird vom Wirtschaftsministerium gefördert und von der Europäischen Union im Rahmen des Regionalen Programms für innovative Maßnahmen (EFRE) kofinanziert. Außerdem konnten eine Reihe von Unternehmen als Sponsoren gewonnen werden, darunter der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Saar übernimmt die Fahrtkosten der Schüler.
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