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Von Synthesizer-Klängen und multimedialen Projekten

11.06.2003 - (idw) Technische Universität Berlin

Edgar-Varèse-Gastprofessur an der TU Berlin

Im Sommersemester 2003 unterrichtet der Komponist Dr. Hans Tutschku im Rahmen der Edgar-Varèse-Gastprofessur an der TU Berlin die Fächer Computermusik, Live-Elektronik sowie Komposition. Die Gastprofessur für Computermusik dient der Vermittlung und kritischen Reflexion neuerer Entwicklungen in der Wechselbeziehung zwischen Medientechnik und Kunst, zwischen elektronischem Studio und Musik.

Der vielfache Preisträger internationaler Wettbewerbe, Hans Tutschku, hat bereits zahlreiche multimediale Projekte geschaffen, bei denen er für die Gestaltung der Bildprojektion, Choreographie und Musik verantwortlich war. Konzertreisen führten ihn mit dem Ensemble für Intuitive Musik Weimar durch viele Länder Europas, Asiens und Südamerikas. Hans Tutschku komponierte außerdem, in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Joachim Schlömer, Film-, Schauspiel- und Ballettmusiken sowie zahlreiche instrumentale und elektroakustische Kompositionen. 1989 gründete er mit Michael von Hintzenstern die Vereinigung für moderne Musik Klang Projekte Weimar, die ein jährlich stattfindendes Festival sowie eine Konzertreihe organisiert.

Hans Tutschku wurde 1966 in Weimar geboren. Nach frühzeitiger musikalischer Ausbildung am Klavier ist er seit 1982 Mitglied des Ensembles für Intuitive Musik Weimar, einem Kammerensemble, das sich der Aufführung moderner Musik in Verbindung mit Live-Elektronik widmet. An der Musikhochschule Dresden studierte er Komposition elektronischer Musik und hatte seit 1989 Gelegenheit, an mehreren Konzertzyklen von Karlheinz Stockhausen teilzunehmen, um bei ihm Klangregie zu erlernen. 1991/92 hielt er sich für weitere Studien der elektronischen Musik am Institut für Sonologie des Königlichen Konservatoriums Den Haag (Holland) auf. 1994 folgte ein einjähriger Studienaufenthalt am elektronischen Studio IRCAM (Paris). Danach lehrte er ein Jahr als Gastprofessor elektroakustische Komposition an der Weimarer Hochschule für Musik. In den Jahren 1997 bis 2001 unterrichtete er am IRCAM in Paris und gab Kompositionsworkshops an den Universitäten von S"o Paulo, Buenos Aires und Singapur, an der Musikakademie in Budapest sowie in Darmstadt, Stuttgart, Florenz, Mailand und Porto. Nachdem er an der Sorbonne Paris einen Abschluss in Musikwissenschaft des 20. Jahrhunderts abgelegt hat, schloss er im April 2003 unter der Leitung von Prof. Dr. Jonty Harrison seine Promotion an der Universität von Birmingham in England ab. Seit 2001 unterrichtet Hans Tuschku elektroakustische Komposition am Konservatorium von Montbéliard, Frankreich. Er ist Jurymitglied der internationalen Wettbewerbe für elektroakustische Komposition "CIMESP" in Sao Paulo und "Métamorphoses" in Brüssel.


Die Edgard-Varèse-Gastprofessur wurde 2000 an der TU Berlin eingerichtet. Die Professur wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), vom damaligen Sender Freies Berlin (SFB) und der TU Berlin getragen. Sie dient auch zur Förderung des Kontaktes sowie der Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern in Berlin und den Gästen des Künstlerprogramms des DAAD und soll helfen, zwischen einzelnen Disziplinen Brücken zu schlagen. Namenspatron der Gastprofessur ist der amerikanische Komponist und Pionier avantgardistischer Musik, Edgard Varèse, der als einer der frühesten Vertreter mit elektronischer Musik experimentierte. Darüber hinaus soll die Gastprofessur mit Unterstützung der TU Berlin, des DAAD und des RBB (ehemals SFB) universitäre und öffentliche Veranstaltungen durchführen, internationale Verbindungen zwischen dem Elektronischen Studio der TU Berlin und anderen verwandten Institutionen auf- oder ausbauen. Die Veranstaltungen im Rahmen der Gastprofessur richten sich sowohl an Studierende der Kommunikations- und Musikwissenschaften als auch an Interessenten anderer Fächer.


Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne: Folkmar Hein, Elektronisches Studio der TU Berlin, Tel.: 030/314-22327, Fax: 030/314-21143, E-Mail: hein@kgw.tu-berlin.de, http://www.kgw.tu-berlin.de/KW/Studio
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