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Ein Auge für Duftmarken

11.06.2003 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Internationales Forscherteam entdeckt möglichen Zusammenhang zwischen Ultraviolett-Sehen und Urin-Duftmarken bei Nagetieren

Menschen und die meisten anderen Säugetiere können ultraviolettes (UV-)Licht nicht sehen. Eine Ausnahme bilden manche Nagetiere. Eine chilenisch-deutsche Forschergruppe hat jetzt entdeckt, dass auch der südamerikanische Degu, ein entfernter Verwandter des Meerschweinchens, UV-Licht sehen kann. Bei der Suche nach den verhaltensrelevanten UV-Signalen im Lebensraum dieser Nager fanden die Wissenschaftler, dass frischer Degu-Urin im Gegensatz zu altem, eingetrocknetem Urin hauptsächlich die UV-Anteile des Lichtes reflektiert. Die ausgesprochen sozialen Tiere verwenden Urin ausgiebig zur Duftmarkierung ihrer aktuell genutzten öffentlichen Wege und Sandsuhlen. Die Forscher vermuten nun, dass diese Markierungen für die Nager nicht nur eine Orientierungshilfe für die Nase, sondern eben auch für die Augen darstellen (Investigative Ophthalmology & Visual Science, Bd. 44, S. 2290-2296, Mai 2003).
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