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Stiftungs-Juniorprofessor der Universität Jena besucht Carl Zeiss

23.09.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Stefan Skupin ist Inhaber der ersten Stiftungs-Juniorprofessur der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena Jena (23. September 2009) Der Physiker Stefan Skupin ist Inhaber der ersten Stiftungs-Juniorprofessur der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU). Die vom Unternehmen Carl Zeiss und der Ernst-Abbe-Stiftung finanzierte Stiftungs-Juniorprofessur "Advanced Computational Photonics" ist Bestandteil der "Abbe School of Photonics". Dr. Michael Kaschke, Vorstandsmitglied der Carl Zeiss AG, und Prof. Dr. Jens Goebel, Vorstandsvorsitzender der Ernst-Abbe-Stiftung, begrüßten den Wissenschaftler am 23. September bei seinem Besuch von Carl Zeiss und wünschten ihm viel Erfolg für seine Forschungsarbeit.

"Für Carl Zeiss als führendes Unternehmen der Optik ist es ein besonderes Anliegen, die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses vor allem auf dem Gebiet der Photonik zu fördern", erläuterte Kaschke das Engagement des Unternehmens. "Deshalb brauchen wir engagierte Wissenschaftler, die zum einen fundierte Kenntnisse vermitteln, zum anderen den Forschergeist beim studentischen Nachwuchs wecken."

"Die Unterstützung von Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der optischen Technologien steht in der Tradition von Carl Zeiss und Ernst Abbe. Das Netzwerk aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Jena wird damit einmal mehr gestärkt. Die Ernst-Abbe-Stiftung bringt mit der Einrichtung der Stiftungs-Juniorprofessur ihre Verantwortung für die qualitative Sicherstellung von Forschung und Lehre zum Ausdruck", begründete Goebel die Unterstützung.

Prof. Dr. Stefan Skupin hat an der FSU in Jena studiert und promoviert. Nach Forschungsaufenthalten in Australien und Frankreich übernahm er im Jahr 2007 die Leitung der Nachwuchsgruppe "Computational Nonlinear and Relativistic Optics" am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden. "Ich habe mich ohne zu zögern auf die Stiftungs-Juniorprofessur an der Jenaer Universität beworben, da die Stadt als Optik- und Photonikstandort in ganz Deutschland und Europa bekannt und angesehen ist", sagte Skupin. "Falls man wirklich einmal jemanden trifft, dem Jena nichts sagt, kennt derjenige mit großer Sicherheit die Namen Carl Zeiss oder Ernst Abbe."

Skupins Forschungsschwerpunkt ist die Dynamik hochintensiver ultrakurzer Laserpulse, die für die Entwicklung von Lichtquellen oder zur Teilchenbeschleunigung mit dem Laser relevant sind. Dabei beschäftigt er sich vorwiegend mit der Frage, wie sich Licht und Materie wechselseitig beeinflussen. Schießt man beispielsweise hochintensive Laserpulse in die Atmosphäre, wirkt die Luft durch die nichtlineare Wechselwirkung mit dem Laserlicht wie eine fokussierende Linse. Der Strahldurchmesser wird entlang der Ausbreitungsrichtung immer kleiner, die Lichtintensität immer größer. Der Laserpuls wird ähnlich wie in einer Glasfaser geleitet, nur erzeugt das Licht hier den Wellenleiter selbst. Da man aufgrund der hohen Intensitäten des Lichts experimentelle Messungen nur indirekt durchführen kann, simuliert Skupin diese Experimente am Computer, um die zugrundeliegenden Prozesse besser zu verstehen.

Für die im Juli 2007 gestiftete Professur, die am Institut für Festkörpertheorie und -optik der Universität Jena im Rahmen der "Abbe School of Photonics" eingerichtet wurde, stellten Carl Zeiss und die Ernst-Abbe-Stiftung je 250.000 Euro für fünf Jahre zur Verfügung. Sie ist in der Lehre in die Studienrichtung Photonik der Physikalisch-Astronomischen Fakultät eingebunden. Schwerpunkt der Lehrtätigkeit liegt im internationalen Master-Studiengang "Optics in Science and Technology".


Die "Abbe School of Photonics" wurde mit Partnern aus der Wissenschaft und der Wirtschaft von der Friedrich-Schiller-Universität Jena gegründet, um die Lehre und Ausbildung auf den Zukunftsfeldern Photonik und Optik neu zu strukturieren und optimal auszurichten. Sie wird vom Bund und Freistaat Thüringen unterstützt.

Ansprechpartner für die Presse:
Gudrun Vogel
Kommunikation
Carl Zeiss
Carl-Zeiss-Promenade 10
07745 Jena
Tel.: 03641 / 642770
E-Mail: g.vogel[at]zeiss.de

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